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Bestandsdaten aus den USA setzen der Preisrallye vorerst ein Ende

Gestern meldete das US Energieministerium unerwartet hohe Aufbauten bei Rohöl. Dem klaren Aufwärtstrend der letzten Tage gab das zunächst einen Dämpfer und die börsengehandelten Rohölpreise gingen nach unten. Im Inland wirken sich diese Preissenkungen auf die Heizölpreise aus, bei denen heute durchaus mit Abschlägen gerechnet werden kann. Sehr nachhaltig dürfte dieser Ausflug nach unten jedoch nicht sein, denn vor Allem die strikten Kürzungen der OPEC sorgen für grundlegend hohe Preisniveaus.

Rohölbestände in den USA höher als erwartet

Schon am Dienstag hatte das American Petroleum Institute API geschätzt, dass die Rohölbestände in den Vereinigten Staaten gestiegen waren – ungewöhnlich für die Jahreszeit, da mit der beginnenden Sommernachfrage die Raffinerien üblicherweise mehr Rohöl verbrauchen. das US Energieministerium DOE schloss sich nun gestern der Einschätzung an und meldete ungewöhnlich deutliche Aufbauten.

Mit 7,2 Millionen Barrel Zuwachs (ein Barrel entspricht etwa 159 Liter) gab der Wochenbericht des DOE ein klares Signal und die Preise gingen nach unten. Aufbauten in dieser Größenordnung werden von den Marktteilnehmern als ein Zeichen für eine komfortable Versorgungslage interpretiert, die Rohöl tendenziell günstiger macht.

Allerdings sind die Zahlen mit Vorsicht zu genießen. Ein Brand am Houston Ship Channel, einer der wichtigsten Wasserstraßen für den Öltransport, und die damit einhergehende Sperrung des Kanals hatte für einige Verzögerungen bei den Importen und Exporten gesorgt. Auch der Rückgang der Raffinerieauslastung um zwei Prozent geht auf die Probleme an der Wasserstraße zurück.

US Ölproduktion steht besser da als befürchtet

Eine echte Überraschung stellte allerdings die gestiegene Rohölförderung dar, die um +0,1 auf 12,2 Millionen Barrel angestiegen ist und somit ein neues Rekordhoch erreicht hat. Die Nachrichten der letzten Tage hatten eigentlich in eine andere Richtung gedeutet, denn der jüngst erschienene  Bericht für Januar hatte gezeigt, dass die Förderung im Vergleich zu Dezember letzten Jahres deutlich zurückgegangen war.

Nun scheint sich das Blatt doch wieder gewendet zu haben und die US Ölproduktion steht nicht so schlecht da, wie die Marktteilnehmer noch letzte Woche befürchtet hatten. Laut der Schätzungen des DOE ist die Ölförderung seit Jahresbeginn um 0,5 Millionen Barrel gestiegen. In Anbetracht dessen, dass man eigentlich mit einem langsameren Wachstum in der ersten Jahreshälfte und einen Schub für die zweite Jahreshälfte rechnet, ein erstaunlich guter Wert.

Heizölpreise profitieren von Preissenkungen an der Börse

Auch wenn die Kursrückgänge an den Ölbörsen wohl nicht von Dauer sein werden, profitieren die Heizölpreise im Inland heute von den günstigeren Rohölpreisen. Ein starker Euro tut sein übriges um die Inlandspreise zu senken. 100 Liter kosten heute etwa -0,30 bis -0,40 Euro weniger als gestern.