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Ölpreise weiter aufwärts

Die Kampfhandlungen in Libyen sind eine große Gefahr für die Versorgungslage, die mit den umfangreichen Kürzungen der OPEC+ Gruppe und den Sanktionen der USA gegen Venezuela
und Iran ohnhin schon knapp ist. Die Exporte Libyens hatten sich gerade wieder erholt und die Regierung plante eigentlich den Ausbau der Förderung in den kommenden Jahren. Die Kämpfe um die Hauptstadt Tripolis haben nun wieder das Potenzial das Angebot aus dem Land zu reduzieren und die Pläne zu verzögern.

Venezuela und Iran weiter im Fokus der USA

Zeitgleich haben die USA nun auch die Sanktionen gegen Venezuela noch einmal verschärft. Die Analysten von FGE schätzen, dass die neuen Maßnahmen das Potenzial haben die Ölexporte des Landes um weitere 0,5 Mio. B/T zu reduzieren. Wird man dann noch im kommenden Monat die Ausnahmeregelungen bei den Iran Sanktionen einschränken, wird dies das Ölangebot weiter deutlich reduzieren. Die überflüssigen Bestände verschwinden durch die knappe Marktlage bereits, sodass die Konstellation einen Anstieg auf 75 Dollar Brent oder höher auslösen könnte, so das Fazit der FGE Analysten. Brent ist Ende letzter Woche über die psychologisch wichtige 70 Dollar Marke geklettert, was nun tatsächlich Aufwärtsspielräume schaffen könnte. Vor allem die in der letzten Woche besser als erwartet ausgefallenen Einkaufsmanagerindizes aus den USA und China, sowie die Arbeitsmarktstatistik der USA März, haben die Trader wieder optimistischer werden lassen, dass sich Wirtschaft und Ölnachfrage besser als befürchtet entwickeln. Vor allem die Angst vor einer globalen Rezession hatten die Aufwärtspotenziale an den Börsen gebremst, die nun aus dem Weg geräumt zu sein scheinen. Die Stimmung am Markt ist somit
zunächst einmal bullish. Am Juli ist zwar damit zu rechnen, dass die US Ölexporte durch zusätzliche Pipelines in Richtung Küste um 0,5 bis 0,6 Mio. B/T zulegen können, kurzfristig ändert dies aber nichts an der knappen Versorgungslage und die bullish einzustufenden Risiken.

 

Fundamental bullish

USA haben Sanktionen gegen Venezuela verschärft. Anzahl der US Ölbohranlagen gestiegen. Libyen droht ein neuer Bürgerkrieg. Konjunkturdaten aus China und USA. Steigende Sommernachfrage. Kasachstan wird Produktion in April und Mai deutlich reduzieren. USA wollen Iran Rohölexporte um weitere 20% drücken. Saudis werden Ölförderung im April weiter drosseln. Brasilien steigert Rohölförderung.

Heizöl wieder etwas teurer

Nach der aktuellen Entwicklung von Euro/Dollar und ICE Gasoil wird der rein rechnerische Inlandspreis für Heizöl in der Region Herxheim und Südliche Weinstraße zum aktuellen Zeitpunkt bei ca. +0,80 bis +0,95 Euro/100l zu Freitagvormittag erwartet