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Preisschwankungen nach Verunreinigung russischer Ölimporte

Die Ölbörsen haben gestern demonstriert, wie empfindlich sie im Moment auf kleinste Impulse reagieren. Mit der Meldung, dass einige Ölimporte aus Russland gestoppt wurden, schossen vor Allem die Preise an der Londoner Börse nach oben und markierten mit über 75 Dollar neue Jahreshochs. Doch schon im Laufe des Nachmittages beruhigte sich die aufgeheizte Stimmung wieder und am späten Abend fielen die Preise dann wieder unter die Tagestiefs. In der allgemein knappen Versorgungslage rechnet aber niemand wirklich mit nachhaltigen Preissenkungen, so dass die Preise nach wie vor auf hohem Niveau liegen.

Russische Öllimporte offenbar verunreinigt

Deutschland und Polen haben gestern einige Rohölimporte aus Russland auf Eis gelegt. Betroffen sind die Lieferungen, die über die Druschba Pipeline abgewickelt werden, denn es gibt anscheinend Qualitätsprobleme. Das Öl scheint mit organischem Chlorid kontaminiert zu sein, dass zur Steigerung der Produktion verwendet wird. Es muss aber vor der Weiterverarbeitung wieder vom Öl getrennt werden, was offenbar nicht oder nicht korrekt geschah.

Die Pipeline kann bis zu eine Million Barrel (à 159 Liter) pro Tag transportieren. Sie beliefert neben Polen und Deutschland über eine südliche Route auch die Tschechische Republik, Ungarn und die Slowakei. Laut Reuters dürften durch die Unterbrechung pro Tag insgesamt etwa 700.000 Barrel fehlen. Jüngsten Meldungen zu Folge wird der Ausfall aber nicht allzu lange dauern und die Lieferungen sollen schon am Montag wieder aufgenommen werden.

Dennoch sorgte die Meldung gestern für einen rasanten Anstieg der Ölpreise, die mit über 75 Dollar für die europäische Referenzsorte Brent neue Jahreshochs markierten. Da jedoch klar ist, dass es sich nicht um ein dauerhaftes Problem handelt, kamen die Preise recht schnell von den hohen Niveaus zurück.

Heizöl heute zunächst günstiger

So rasant die Preise in die Höhe schossen, so schnell rutschten sie auch wieder ab. Heute früh starteten die börsengehandelten Rohölpreise auf verhältnismäßig niedrigem Niveau, so dass auch die Inlandspreise für Heizöl heute etwas günstiger sein dürften. 100 Liter kosten heute etwa -0,30 bis -0,50 Euro weniger als gestern früh.