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Zweifel an Produktionssteigerung in Saudi-Arabien – Preise zu Freitag nahezu unverändert

 * Oil-News für Montag den 23. September 2019 *

 

Die Attacke auf die saudischen Ölanlagen vom letzten Wochenende bleiben weiter das dominante Thema. Die Saudis haben einen Plan zur schnellen Wiederherstellung der Anlagen und Ölförderung angekündigt, laut dem man bereits Ende September den Produktionsausfall wieder komplett ausgeglichen haben und eine Kapazität von etwa 11 Mio. B/T erreicht haben will. Ende November soll die Kapazität dann bereits wieder bei 12 Mio. B/T liegen.

Doch Zulieferfirmen und Dienstleister, die den Aufbau der Anlagen durchführen sollen, zeigen sich zum Teil verwundert über diese optimistische Einschätzung. Viele Teile könnten binnen eines Monats geliefert werden, doch auch nur, wenn man diese per Luftfracht und Extrakosten von rund 50% schicke. Andere Teile, wie zum Beispiel speziell angefertigte Turbinen, dauern in der Regel etwa ein Jahr vom Zeitpunkt der Auftragsvergabe bis zum Einbau.

Zudem haben die Unternehmen, die die Anlagen wiederaufbauen sollen, auch laufende Aufträge und Verpflichtungen. Laut Informanten nehmen auch innerhalb der Saudi Aramco die Zweifel zu. Die Widerherstellung der bisherigen Produktion könnte statt der angekündigten 3 Wochen mindestens doppelt so lange dauern, heißt es.

Dennoch hält man in Saudi-Arabien daran fest, dass man alle vertraglich zugesicherten Öllieferungen, mit Hilfe der eigenen Ölreserven, auch im Oktober wird leisten können. Ein Force Majeure gibt es demnach noch nicht. Bei einigen Lieferungen soll es aber Verzögerungen von ein paar Tagen geben. Analystin Christin Redmond, von Schneider Electric, geht davon aus, dass auch nach Wiederherstellung der Förderung eine Risikoprämie im Markt verbleiben wird, da die Angriffe die Anfälligkeit des Marktes für solche Art von Attacken offenbart habe.

Die Risikoprämie ist für ein einzelnes Ereignis schwer zu messen. Geht man allerdings davon aus, dass die Attacke der Hauptimpulsgeber für Preisveränderungen in der letzten Woche war und sich die Prämie vor allem bei Futures mit langer Laufzeit zeigt, so kann man den Preisunterschied beim Dezember Kontrakt Brent 2020 als Indiz für die Risikoprämie heranziehen. Handelte Brent Dezember 2020 am Freitag vor den Anschlägen noch bei 56,57 Dollar, so sind es aktuell etwa 58,82 Dollar, sodass die Risikoprämie demnach bei etwa 2,30 Dollar liegen dürfte.

Während die USA ihre Truppen am Persischen Golf aufstocken wollen um die Luftverteidigung Saudi-Arabiens zu unterstützen, dürfte sich der Iran davon eher provoziert fühlen. Dieser will bei der UN Vollversammlung einen Friedensplan für die Region vorschlagen, der zur Vorbedingung jedoch den Abzug aller ausländischer Truppen hat, was damit sicherlich nicht umsetzbar sein wird.

Der Sturm Imelda, der am Freitag noch zu Ausfällen bei einigen US Raffinerien führte, zieht nun ab, sodass die betroffenen Anlagen der Exxon Mobil und Valero ihre Förderung wieder hochfahren. Die Aktivität bei der US Ölsuche ist laut Baker Hughes in der Vorwoche erneut um -14 Anlagen stark gefallen.

Trader werden in dieser Woche vor allem die UN Vollversammlung im Blick haben, die am morgigen Dienstag in New York beginnen soll. Vor allem ein mögliches Treffen zwischen Vertretern der USA und dem Iran am Rande der Veranstaltung könnte die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Die Entwicklungen im Nahen Osten bleiben aber mindestens so spannend, insbesondere was den Wiederaufbau der saudischen Ölanlagen anbelangt.

Nachdem die Ölpreise die zwischenzeitliche Abwärtsbewegung vom Freitagabend wieder ausgeglichen haben, und auch heute Morgen in etwa unverändert zu Freitag in den Tag starten, zeichnen sich bei den rechnerischen Inlandspreisen aktuell keine größeren Veränderungen zu Freitag ab.

 

Preisbestimmende Faktoren:

 

Zweifel an schneller Erholung der saudischen Ölproduktion
Trump kündigt weitere Sanktionen gegen Iran an
Saudische Ölproduktion um 5,7 Mio. B/T eingebrochen
Russlands Ölproduktion Anfang September leicht gesunken
Handelsgespräche zwischen China und USA wurden wiederaufgenommen
– Goldman Sachs: Markt verfügt über ausreichend Ölreserven
– Monatsberichte EIA, OPEC, IEA
– OPEC Förderung im August gestiegen

 

Die letzte Heizperiode war lang, Ihr Heizölvorrat könnte also niedriger sein als Sie erwarten. Das Wetter ist für heute wieder angenehm sommerlich gemeldet auch wenn der Herbst bereits vor der Tür steht. Gehen Sie doch mal in Ihren Keller und prüfen Sie Ihren Heizöl Vorrat. Der nächste Winter kommt bestimmt. Bei Bedarf würden wir uns über Ihre Anfrage freuen.  ->zur Preisanfrage

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