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Bullenmarkt verliert an Einfluss

 * Oil-News für Dienstag den 13. August 2019 *

 

Die Saudis hatten in der letzten Woche angekündigt, dass man alle Optionen prüfen werde, um einen weiteren Preisverfall an den Ölbörsen zu vermeiden. Die Sorge des größten OPEC Ölproduzenten ist der US Handelsstreit mit China, der in Verbindung mit den ohnehin schon schwachen Konjunkturindikatoren die globale Wirtschaft zusätzlich belastet und für eine schwache Ölnachfrage sorgt.

EIA und IEA hatten in der letzten Woche ihre Prognosen zum Ölnachfragewachstum in ihren Monatsberichten erwartungsgemäß nach unten korrigiert. Zwar dürfte die Problematik einer Überversorgung in der zweiten Jahreshälfte nicht gegeben werden, da die Ölnachfrage in diesem Zeitraum saisonal erst einmal anzieht, die Durchschnittswerte für 2019 und 2020 bleiben aber hinter den bisherigen Erwartungen zurück.

Mit einem weiter hohen Produktionswachstum der Nicht-OPEC Länder wird sich für 2020 dann wieder eine Überversorgung etablieren, die vor allem im ersten Quartal, wenn die Ölnachfrage saisonal am schwächsten ist, eklatant ausfallen könnte. Ohne weitere Produktionskürzungen im kommenden Jahr rechnen die Analysten bei Bernstein Energy vom aktuellen Niveau aus mit weiteren Abwärtsbewegungen bei den Ölpreisen. Ihrer Einschätzung nach müsste die Produktion im kommenden Jahr um eine weitere Millionen B/T reduziert werden, damit die Preisniveaus von etwa 60 Dollar gehalten werden können.

Auch wenn die Berichte von Baker Hughes auf eine sinkende Aktivität der US Unternehmen bei der Ölsuche hinweisen, so bestätigt der neue Bericht der EIA zur Schieferölförderung, dass die Branche weiter schnell wächst. So soll die US Schieferölförderung im August um 0,14 Mio. B/T stärker als bisher erwartet zulegen und im September noch einmal um etwa 0,09 Mio. B/T auf dann insgesamt 8,77 Mio. B/T steigen. Im Juli lag die US Schieferölförderung noch bei rund 8,50 Mio. B/T. Angesichts dessen und mit der Unsicherheit die der Handelsstreit zwischen USA und China mit sich bringt, dürfte die OPEC im kommenden Jahr tatsächlich noch einmal zum Handeln gezwungen sein, will man in der ersten Jahreshälfte ein deutliches Überangebot vermeiden.

Auch der bevorstehende Börsengang des größten Ölförderers der Welt, der Saudi Aramco, könnte für eine weitere Intervention der Saudis und der OPEC sprechen. Das Unternehmen selbst sei bereit für den Börsengang, der Zeitpunkt wird nun aber von Saudi-Arabien bestimmt, das aktuell 100% der Anteile hält. Um ein Maximum an Profit zu generieren, wäre ein höherer Ölpreis von Vorteil, mit dem der Unternehmenswert steigt. Die Saudis haben dadurch einen zusätzlichen Anreiz die Ölpreise zu stützen.

Bei den US Ölbestandsdaten in dieser Woche erwarten die Experten unterdessen erneut Abbauten in Höhe von etwa 2,3 Mio. B/T bei den landesweiten Rohölbeständen, so zumindest das Ergebnis einer Bloomberg Umfrage. Die Zahlen des API werden in dieser Woche wie gewohnt um 22:30 Uhr bekannt gegeben und auf unseren Seiten morgen Vormittag veröffentlicht. Die Daten des DOE folgen dann morgen Nachmittag um 16:30 Uhr.

Nach den leichten Gewinnmitnahmen in der Nacht bleiben die Futures an der ICE noch immer über den Niveaus von gestern Mittag. Der Euro/Dollar-Kurs verlor in der Nacht aber ebenfalls etwas an Wert, was die rechnerischen Inlandspreise wiederum stützt. Unterm Strich deuten sich für heute Vormittag rechnerisch leichte Preissteigerungen zum Vortag an.

 

Preisbestimmende Faktoren:

US Ölbestandsdaten mit Abbauten erwartet
Saudi-Arabien kürzt Ölexporte September um 0,7 Mio. B/T
Spannungen mit Iran im Atomdeal und in der Straße von Hormus
USA haben Sanktionen gegen Venezuela verschärft
= OPEC+ verlängert Produktionskürzung bis Ende März 2020
= IEA Monatsrerport
– US Schieferölproduktion steigt im August schneller als erwartet
– Tump droht mit Abbruch der Verhandlungen mit China
– EIA Monatsreport
– China und USA heizen Handelsstreit weiter an

 

Die letzte Heizperiode war lang, Ihr Heizölvorrat könnte also niedriger sein als erwartet. Das Wetter ist für heute wieder angenehm sommerlich gemeldet. Gehen Sie doch trotzdem mal in Ihren Keller und prüfen Sie Ihren Heizöl Vorrat. Der nächste Winter kommt bestimmt. Bei Bedarf würden wir uns über Ihre Anfrage freuen.
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