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Corona-Sorgen zurück an den Ölmärkten

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In den letzten Wochen hatte an den Ölmärkten der Optimismus regiert. Die vielen positiven Impfstoffnachrichten hatten auch bei den Ölpreisen für Auftrieb gesorgt. Positiv stimmte außerdem die schwer erkämpfte Einigung der OPEC, die bestehenden Förderkürzungen nur minimal zu lockern, um einer Überversorgung durch sinkende Nachfrage im neuen Jahr entgegenzuwirken. Doch steigende Fallzahlen und immer neue Lockdowns auf der ganzen Welt haben den Marktteilnehmern in dieser Woche klar gemacht, dass die Corona-Pandemie noch lange nicht vorbei ist.

Infektionszahlen bleiben weiterhin hoch
Obwohl fast auf der ganzen Welt inzwischen Beschränkungen und Lockdownmaßnahmen eingeführt wurden, sinken die Infektionszahlen wenn, dann nur minimal. Das Robert-Koch-Institut meldet heute in Deutschland insgesamt 14.054 mehr Neuinfizierte als gestern. Die Zahl der Todesfälle ist inzwischen auf 19.342 gestiegen. Mit Bayern hat gestern das erste Bundesland eine deutliche Verschärfung der bestehenden Kontaktbeschränkungen beschlossen. Andere Bundesländer könnten folgen.

Auch im Rest der Welt steigen die Fallzahlen teils dramatisch an. So hat etwa Südkorea in dieser Woche strengere Kontaktbeschränkungen verhängt und die Hauptstadt Seoul großflächig abgesperrt. In den USA hat der Bundesstaat Kalifornien erstmals seit dem Sommer wieder flächendeckende Lockdowns eingeführt. Dies hat durchaus Auswirkungen auf die Ölpreise, denn Kalifornien ist einer der Staaten mit dem höchsten Kraftstoffverbrauch des Landes.

Ölnachfrage bleibt brennende Sorge 
Seit dem globalen Ausbruch der Corona-Pandemie im Frühjahr ist die Nachfrage nach Öl und Ölprodukten stark eingebrochen. Die plötzlichen Lockdowns in der ersten Jahreshälfte vernichteten auf einen Schlag einen enormen Bedarf an Diesel, Benzin oder Kerosin. Diesen Einbruch haben die Ölmärkte nur schwer verkraftet, auch wenn die Ölpreise sich seit dem Sommer wieder ein gutes Stück zurück gekämpft haben.

Auch wenn inzwischen Impfstoffe entwickelt wurden, die in den nächsten Monaten zum Einsatz kommen dürften, bleibt die akute Situation prekär. Die vielen Lockdowns bedrohen erneut die Ölnachfrage, die damit einen zweiten Tiefschlag verkraften muss, ohne sich vom ersten vollständig erholt zu haben.