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E-Fuels als zukunftsorientierter Kraftstoff

 

E-Fuels könnten eine gute Option für die Zukunft zu sein, dennoch hört man in den Medien kaum etwas davon. Was sind also diese E-Fuels und warum sind sie am Markt nicht stärker vertreten?

 

E-Fuels sind künstliche Kraftstoffe – also synthetisch erzeugte Kraftstoffe, die klimaneutral hergestellt werden können. Aus Wasser und Strom wird zunächst Wasserstoff erzeugt, aus welchem dann wiederum in Verbindung mit CO2 Methan hergestellt werden kann, was wie Erdgas als Kraftstoff dient. Und genau hier – bei der Herstellung – liegt auch der Vorteil für die Umwelt. Kommt der Strom aus erneuerbaren Energien, dann sind diese Kraftstoffe komplett klimaneutral.

 

Bildquelle: IWO – zukunftsheizen.de

 

Klarer Vorteil: Wasserstoff und alle auf Wasserstoff basierenden E-Fuels können praktisch ohne Mengenbegrenzung hergestellt werden und im Vergleich zu herkömmlichem Benzin und Diesel recht sauber verbrannt werden. Im Gegensatz zu anderen Ansätzen, synthetische Stoffe herzustellen: Forscher hatten zunächst untersucht, ob sich aus nachwachsenden Rohstoffen wie Mais, Raps, Weizen und Palmöl Kraftstoffe für Otto- und Dieselmotoren erzeugen lassen. Die Umweltprobleme des Anbaus der benötigten Rohstoffe für eine solche Herangehensweise wären enorm.

 

Der Vorteil im Vergleich zur Elektromobilität liegt klar darin, dass die bestehende Infrastruktur an Fahrzeugen und Tankstellen komplett aufrechterhalten bleiben kann. Auch sind E-Fuels sehr vielseitig einsetzbar. Nicht nur in Kraftfahrzeugen und Ölheizungen können sie genutzt werden, sondern auch in Flugzeugen und Schiffen.

Flüssige Energieträger, die komplett wie ihre fossilen Vorgänger funktionieren, könnten der Schlüssel zum Erreichen von Klimazielen sein. Die synthetischen Kraftstoffe könnten ohne Umrüstung in die Infrastruktur implementiert werden und dabei die fossilen Brennstoffe komplett ersetzen. Großer Nachteil ist, dass durch diese Umwandlung sehr viel Energie verloren geht – nur 13 % der aufgewendeten Energie bleiben erhalten. Dadurch müsste sehr viel mehr erneuerbarer Strom zur Verfügung stehen, als bisher auf dem Markt ist.

 

Experten zufolge ist das der Grund, warum man derzeit von einer Umstellung von Kraftstoff auf E-Fuels im Straßenverkehr absieht. Erstrebenswerter sei die Nutzung wohl eher im Luft- und Schiffsverkehr, bei denen eine Elektrifizierung nur schwer möglich ist.

 

 

Bildnachweis: picture alliance / Marijan Murat / dpa

Bildlizenz: Futures-Services GmbH / dpa Picture-Alliance GmbH