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Eskalation im Handelsstreit – Ölbörse startet mit Verlusten in die neue Woche

 * Oil-News für Montag den 26. August 2019 *

 

Eigentlich hatte sich in den letzten Wochen die Hoffnung einer Annäherung im Handelsstreit zwischen USA und China breit gemacht. Trump hatte die neue Runde von Strafzöllen zum 1. September zum Teil auf Dezember verschoben und zum Teil auch ausgesetzt. Es wurden mehrere Telefonate geführt, mit denen die für September angesetzte Wiederaufnahme der Verhandlungen vorbereitet werden sollen.

Am Freitag eskalierte der Streit zwischen Washington und Peking aufs Neue, als China neue Zölle auf US Güter ankündigte. Unter anderem sind auch Rohölimporte mit einer Sonderabgabe von 5% belegt worden, was die US Rohölindustrie hart trifft. China hat die Rohölimporte aus den USA in diesem Jahr bereits stark reduziert, nachdem man im letzten Jahr einer der größten Abnehmer war.

China ist einer der am stärksten wachsenden Märkte für Rohöl und Ölprodukte, während die aufziehende Wirtschaftskrise das Nachfragewachstum in anderen Wirtschaftsräumen quasi abwürgt. Die US Förderer brauchen daher den chinesischen Markt für ihre boomende Ölproduktion, sodass dies eine nicht ungehörte Maßnahme in der Branche ist. Trump reagierte noch Freitagnacht mit einer Gegenmaßnahme und hob seinerseits die Zölle auf Importe aus China an.

Trump sagte im Rahmen des G7 Gipfels am Wochenende zwar, dass er sich über die Strafzölle zwar nochmals nachgedacht hatte, das Weiße Haus stellte dann allerdings klar, dass Trump damit meinte, dass er bedaure die Zölle nicht stärker angehoben zu haben. Für die globalen Wirtschaftsaussichten und das Ölnachfragewachstum sind dies keine guten Neuigkeiten, sodass beides in Zukunft wohl weiter nach unten korrigiert werden dürfte, zumindest wenn die Verhandlungen im September keine Lösung bringt.

Die Anwesenheit des iranischen Außenministers beim G7 Gipfel hat zwar auch das Thema „Atomabkommen“ wieder in den Fokus gerückt. Einen Durchbruch gab es allerdings wohl nicht, während Details zu den Gesprächen nicht preisgegeben wurden. Unterdessen hat sich im Atlantik ein neuer Tropensturm mit dem Namen „Dorian“ gebildet. Dieser könnte zur Wochenmitte auf Hurrikan Stärke heraufgestuft werden. Ob die Sturmformation allerdings in den Golf von Mexiko eindringt und damit eine Gefahr für die US Ölindustrie wird, ist aktuell noch nicht vorherzusagen. Der Sturm und dessen Verlauf muss in den kommenden Tagen in jedem Fall aber genau beobachtet werden.

Die Futures starteten in den Morgenstunden mit neuen Tiefs zu Freitag, zogen danach aber wieder an. Damit handeln sie aktuell zwar fester, unterm Strich aber deutlich unter den Niveaus von Freitagmittag. Der Euro/Dollar-Kurs konnte am Freitag stark anziehen und handelt auch heute Morgen weiter auf dem deutlich höheren Niveau. Damit deuten sich für das Inland heute Morgen zunächst einmal erhebliche Preisnachlässe an.

 

Preisbestimmende Faktoren:

 

Kanada verlängert Produktionsbeschränkungen
Saudi-Arabien kürzt Ölexporte September um 0,7 Mio. B/T
Spannungen mit Iran im Atomdeal und in der Straße von Hormus
– China und USA heben gegenseitige Zölle weiter an
– US Schieferölproduktion steigt im August schneller als erwartet
– China und USA heizen Handelsstreit weiter an

 

Die letzte Heizperiode war lang, Ihr Heizölvorrat könnte also niedriger sein als erwartet. Das Wetter ist für heute wieder angenehm sommerlich gemeldet. Gehen Sie doch trotzdem mal in Ihren Keller und prüfen Sie Ihren Heizöl Vorrat. Der nächste Winter kommt bestimmt. Bei Bedarf würden wir uns über Ihre Anfrage freuen.
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