20958
post-template-default,single,single-post,postid-20958,single-format-standard,theme-eden,cookies-not-set,eden-core-1.0.4,woocommerce-no-js,eden-theme-ver-3.0.7,ajax_fade,page_not_loaded,show_loading_animation,wpb-js-composer js-comp-ver-5.7,vc_responsive

Heizölpreise steigen langsam wieder

Auch wenn die Corona-Krise in Deutschland noch nicht ausgestanden ist, zeigt sich doch, dass die Maßnahmen wirken und immer mehr Lockerungen möglich sind. Weltweit springt die Wirtschaft langsam wieder an und so haben sich auch die Rohölpreise inzwischen wieder erholt. Und auch im Inland wird Heizöl wieder etwas teurer.

 

Trendwende ist erkennbar

Betrachtet man die kurzfristige Heizölpreisentwicklung seit Februar dieses Jahres, zeigt sich klar der coronabedingte Einbruch, der Anfang März zu einem Rutsch von über 9 Euro geführt hat. Vom 1. Februar 2020 bis zum 1. Mai 2020 sank der durchschnittliche Heizölpreis insgesamt um 20,81 Euro.

 

 

Inzwischen zeigt sich an der Grafik aber auch, dass sich der Trend umgekehrt hat. Seit Mai kürzt die OPEC+ die weltweite Ölproduktion und auch andere Länder haben ihre Ölförderung – freiwillig oder gezwungenermaßen – heruntergefahren. Und so haben sich die Rohölpreise schneller als von manchem Experten erwartet wieder erholt und damit steigt auch der Inlandspreis für Heizöl wieder an.

 

Entsprechend bildet auch die kurzfristige Trendbox für gestern wieder ausschließlich grüne Pfeile ab. Der Abwärtsrausch der letzten Monate hat somit ein Ende gefunden und für Mai und Anfang Juni ist eine Erholung der Heizölpreise zu erkennen. Die langfristige Trendbox macht aber auch klar, dass Heizöl immer noch deutlich günstiger zu haben ist, als in den Vorjahren.

 

Prognose

Da der Preisverfall im ersten Halbjahr ursächlich mit der Corona-Pandemie zusammenhing, ist damit zu rechnen, dass sich die Preiserholung mit der wirtschaftlichen Erholung parallel entwickeln wird. Allerdings bleibt die Lage fragil, denn noch ist das Virus nicht komplett eingedämmt und Experten warnen, dass es jederzeit zu neuen Infektionswellen kommen kann. Diese würden wieder zu verschärften Einschränkungen führen, die wiederum die Ölnachfrage senken und somit auch die Ölpreise wieder unter Druck bringen würden.

 

Im Großen und Ganzen scheint sich die Trendwende jedoch vollzogen zu haben und die Heizölpreise dürften weiterhin langsam ansteigen. Heute morgen ist Heizöl im Vergleich zu gestern aber erst einmal deutlich günstiger zu haben, denn an den Rohölbörsen kam es gestern zu Gewinnmitnahmen, die für fallende Preise sorgten. Dies schlägt sich heute im Inland nieder und Verbraucher können mit Abschlägen von -0,85 bis -1,05 Euro rechnen.

 

Hinweis: Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt.. Durch Transportkosten fallen die Preise regional jedoch unterschiedlich aus. Die Preisspanne zwischen den Regionen kann daher momentan bei bis zu ca. 3,15 Euro pro 100 Liter liegen. Stand der Preise: 08.06.2020