16603
post-template-default,single,single-post,postid-16603,single-format-standard,eden-core-1.0.5,eden-theme-ver-3.2,ajax_fade,page_not_loaded,show_loading_animation,wpb-js-composer js-comp-ver-7.6,vc_responsive

Hurrican zieht in Richtung Landesinnere – Preise leicht nachgebend

 * Oil-News für Dienstag den 16.Juli 2019 *

Hurrikan Barry ist mittlerweile ins Landesinnere gezogen und hat sich dort weitestgehend aufgelöst. Die Niederschläge an der Golfküste waren zwar heftig, allerdings nicht so schlimm wie befürchtet. Die US Ölförderanlagen im Golf von Mexiko werden bereits wieder hochgefahren, wobei die Produktionssteigerung gestern noch gering war. Nach einem Ausfall von 73% blieb am Montag noch immer eine Kapazität von 69% außer Betrieb. Da es jedoch keine nennenswerten Schäden gibt, ist damit zu rechnen, dass sich die Förderung in den kommenden Tagen wieder vollständig erholen wird.

Gleiches gilt auch für die Raffinerien in der Küstenregion. Hier hatte sogar nur eine Anlage ihren Betrieb eingestellt, die nun aber auch schon wieder hochgefahren wird. Der bullishe Einfluss von Hurrikan Barry wird nun wieder ausgepreist, sodass mit dem zunehmenden Fördervolumen die Preise an den Börsen belastet werden könnten, so das Fazit von Analyst Edward Moya, von OANDA.

Bei den Spannungen mit dem Iran versucht Großbritannien zu deeskalieren. Außenminister Jeremy Hunt sowie der Chief Minister von Gibraltar, Fabian Picardo, haben dem iranischen Außenminister, Javad Zarif, zugesichert, dass der festgesetzte Öltanker wieder freigegeben wird, wenn der Iran garantiere, dass dieser nicht Syrien beliefern wird. Zudem machen sich die Briten auch für eine Wiederaufnahme der Atomgespräche stark, nachdem der Iran angekündigt hat, dass man das Nuklearprogramm wieder auf den Status vor dem Deal aus 2015 bringen wird, sollten die USA ihre Sanktionen aufrechterhalten.

Der Iran ist seiner Seits weiter nur zu Gesprächen bereit, wenn die USA die seit November letzten Jahres eingeführten Sanktionen zurücknehmen, während US-Präsident Trump diese so lange aufrechterhalten will, bis der Iran einem neuen Abkommen über das Nuklear- und Raketenprogramm zustimmt. Eine Einigung scheint in dieser Sache daher wenig wahrscheinlich, sodass die Spannungen den Markt noch eine ganze Weile begleiten werden.

Unterdessen sieht Analyst Neil Beveridge, von Sanford C. Bernstein, die aktuellen OPEC Kürzungen nicht als ausreichend an, um den Markt in ein Gleichgewicht zurückzubringen. Kurzfristig seien die Maßnahmen zwar dafür geeignet im dritten Quartal für eine Unterversorgung und sinkende Bestände zu sorgen, langfristig reichten diese allerdings nicht aus, als dass die OPEC Brent im Bereich der 70 Dollar halten könnte. Da das Ölangebot der Nicht-OPEC Länder deutlich stärker als die Nachfrage wächst, könnten die Preise auf 60 Dollar oder darunter fallen, sollte das Kartell seine Kürzungen nicht noch einmal verschärfen, so sein Fazit.

Die Analysten von OCBC gehen davon aus, dass vor allem die Nachfragesorgen sowie die geopolitischen Spannungen in der zweiten Jahreshälfte den Markt beeinflussen werden. „Wir erwarten, dass sich die Aufmerksamkeit des Marktes stark auf das US-Iran Verhältnis sowie auf die fragile wirtschaftliche Gesamtlage fokussieren wird,“ so die Einschätzung der Experten. Unterdessen könnten die US Ölbestandsdaten in dieser und kommender Woche ein paar Überraschungen bereithalten – insbesondere bei den Rohölbeständen.

Während ein Großteil der US Ölförderung im Golf von Mexiko zeitweise außer Betrieb war, blieben die Raffinerien an der Golfküste, bis auf eine, von Hurrikan Barry unbeeinflusst. Entsprechend könnten die Rohölvorräte deutlich sinken, der Effekt sollte sich aber wohl in erster Linie bei den Zahlen kommende Woche zeigen, da die Abschaltungen im Golf von Mexiko erst am Sonntag ihren Höchststand erreichten, während der Stichtag für die Ölbestandsdaten der Freitag ist.

In den frühen Morgenstunden erholen sich die Ölpreise an ICE und NYMEX leicht und kommen von den späten Tiefs gestern Nacht zurück. Dabei bleibt vor allem Gasoil jedoch noch deutlich unter den Niveaus von gestern Vormittag und Mittag, während der Euro/Dollar-Kurs stabil über der ersten Unterstützung liegt. Bei den rechnerischen Inlandspreisen ist heute Morgen daher mit deutlichen Preisnachlässen im Vergleich zu gestern zu rechnen.

Preisfaktoren:

+ Iran versucht britischen Ölanker festzusetzen
+ Trump verschärft Iran-Sanktionen erneut
+ Russlands Ölproduktion Anfang Juli gesunken
+ Iran überschreitet Grenzen des Atomdeals
+ Powell und Draghi kündigen expansive Geldpolitik an
+ USA haben Sanktionen gegen Venezuela verschärft
= OPEC+ verlängert Produktionskürzung bis Ende März 2020
Hurrikan Barry verläuft glimpflich für US Ölanlagen
IEA Monatsreport
Monatsreport OPEC langfristig bearish
Monatsreport EIA
Venezuela kann Ölexporte überraschend steigern
USA und China belegen sich mit neuen Strafzöllen

 

Der Winter war lang, Ihr Heizölvorrat könnte also niedriger sein als erwartet. Das Wetter ist für heute regnerisch und kühler gemeldet. Gehen Sie doch mal in Ihren Keller und prüfen Sie Ihren Heizöl Vorrat. Bei Bedarf würden wir uns über Ihre Anfrage freuen. Wir stehen Ihnen in allen Fragen mit Rat und Tat zur Seite! -> zur Preisanfrage

No Comments

Leave a Comment

Theme Options

Header Type

  • Normal
  • Big

Header Top Menu

  • Yes
  • No

Page Transitions

  • No animation
  • Up/Down
  • Fade
  • Up/Down (In) / Fade (Out)
  • Left/Right

Boxed Layout

  • Yes
  • No

Choose Background

  • Background 1
  • Background 2
  • Background 3

Choose Pattern

  • Retina Wood
  • Retina Wood Grey
  • Transparent
  • Cubes
  • Diamond
  • Escheresque
  • Whitediamond

Colors

  • Blue
  • Red
  • Green
  • Yellow
  • Purple
  • Pink