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Korrektur nach schwachem Dienstag – Ölpreise im frühen Handel leicht erholt

 * Oil-News für Mittwoch den 04. September 2019 *

 

Hurrikan Dorian hat auf den Bahamas eine Schneise der Verwüstung hinterlassen und nimmt nun Kurs auf Florida. Der Sturm hat sich mittlerweile abgeschwächt und wurde von der höchsten Kategorie herabgestuft. Ein Kurswechsel in den Golf von Mexiko wird von Meteorologen mittlerweile quasi ausgeschlossen, doch mit dem prognostizierten Verlauf entlang der US Ostküste kann potenziell Treibstoffimporte verzögern aber auch die Nachfrage nach Diesel und Benzin negativ beeinflussen.

Der Sturm kann damit sowohl bullishe (Verzögerung von Importen) als auch bearishe (geringere Treibstoffnachfrage) Auswirkungen haben und für eine höhere Volatilität sorgen. Letztlich sollte sich der Einfluss des Hurrikans allerdings in Grenzen halten, solange keine Pipelines oder Raffinerien in Mitleidenschaft gezogen werden. Marktteilnehmer befassen sich aktuell stärker mit der globalen Versorgungslage und legen ihren Fokus auf die Förderung der OPEC sowie den Ausblick für die Nachfrageentwicklung.

Die Meldungen, dass die OPEC und Russland ihre Produktionsmengen im August erhöht haben sollen, hat natürlich einen gewissen bearishen Einfluss auf die Ölpreise, auch wenn der Anstieg nicht in dramatisch hohen Umfang erfolgte. Die Zahlen zeigen allerdings das Problem das die OPEC+ Gruppe mit der Einhaltung der vereinbarten Produktionsobergrenzen hat. Während in erster Linie Saudi-Arabien einen Großteil des Angebots vom Markt genommen hat, hatte Russland offenbar nur wegen der Probleme an der Druzba Pipeline zwischenzeitlich seine Vorgaben eingehalten.

Für die Preisstabilität ist es für die Öl produzierenden Länder allerdings wichtig, dass das OPEC+ Abkommen weiter Bestand hat. Am 12. September werden sich Vertreter der Gemeinschaft im Rahmen des JMMC zusammenfinden und über die aktuelle Konstellation beraten. Vor allem Saudi-Arabien hat ein großes Interesse die Preise weiter zu stützen. Denn zum einen wird vermutet, dass das Land einen Ölpreis von rund 80 Dollar für einen ausgeglichenen Haushalt benötigt, und zum anderen reduziert ein niedriger Ölpreis die Einnahmen aus dem geplanten Börsengang der Saudi Aramco im kommenden Jahr.

Analystin Helima Croft, von RBC Capital Markets, geht jedoch nicht davon aus, dass beim kommenden Treffen eine weitere Senkung der Produktionsquoten Thema sein wird. Vielmehr rechne sie damit, dass Saudi-Arabien den Ton verschärfen wird alles dafür zu unternehmen, dass die Ölpreise stabilisiert werden können und eine höhere Einhaltung der individuellen Produktionsquoten der übrigen Mitstreiter einzufordern. Zudem hatte Saudi-Arabien im letzten Monat angekündigt die Ölexporte im September um rund 0,7 Mio. B/T reduzieren zu wollen.

Auf der anderen Seite bleiben die Aussichten für die Nachfrageentwicklung eingetrübt. Trump hatte den Tonfall bei den Verhandlungen mit China verschärft, und bisher gibt es auch noch keinen Termin für die im September angekündigten direkten Verhandlungen zwischen den beiden Delegationen. Gestern enttäuschte dann auch noch der US ISM Einkaufsmanagerindex der Industrie mit einer Lesung von 49,1 Punkten, was eine rückläufige Entwicklung dieses Sektors andeutet. Erwartet hatte man einen Wert von 51,1 Punkten.

Die globale Stimmung trübt sich damit weiter ein und eine Rezession in Europa und den USA ist nicht auszuschließen. Das Nachfragewachstum bei Öl dürfte damit bei den nächsten Prognosen der Monatsreports in der kommenden Woche wohl kaum positiv überraschen. Alles in allem bleibt die fundamentale Einschätzung somit unterm Strich leicht bearish, während man auf die wöchentlichen US Ölbestandsdaten wartet. Experten rechnen mit einem Bestandsrückgang bei Rohöl um etwa 3,5 Mio. Barrel.

Die Futures an ICE und NYMEX haben sich nach dem Monatstief gestern wieder erholt und profitieren dabei von Short-Coverings und der Erwartung von Bestandsabbauten in den USA. Der festere Euro/Dollar-Kurs gleicht einen Teil des Preisanstiegs jedoch aus, macht er das in Dollar gehandelte Öl für den Import doch etwas günstiger. Bei den rechnerischen Inlandspreisen deuten sich somit nur geringe Preisveränderungen am Markt an.

 

Preisbestimmende Faktoren:

Experten rechnen mit Bestandsabbauten bei US Rohöl
Iran: Nur bei Aufhebung aller US Sanktionen neue Verhandlungen
China und USA gehen bei Handelsstreit wieder aufeinander zu
Kanada verlängert Produktionsbeschränkungen
Saudi-Arabien kürzt Ölexporte September um 0,7 Mio. B/T
= Hurrikan Dorian
– Irans Ölexporte im August gestiegen
– OPEC Förderung im August gestiegen
– Russland hat im August mehr Rohöl gefördert
– OPEC Produktion im August gestiegen
– Russland hält Produktionsvorgaben von OPEC+ nicht vollständig ein
– Handelsstreit: Neue Strafzölle zwischen USA und China treten in Kraft

 

Die letzte Heizperiode war lang, Ihr Heizölvorrat könnte also niedriger sein als Sie erwarten. Das Wetter ist für heute wieder angenehm sommerlich gemeldet auch wenn der Herbst bereits vor der Tür steht. Gehen Sie doch mal in Ihren Keller und prüfen Sie Ihren Heizöl Vorrat. Der nächste Winter kommt bestimmt. Bei Bedarf würden wir uns über Ihre Anfrage freuen.  -> zur Preisanfrage
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