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Mehr Öl aus der OPEC – Ölbörsen mit einem weichen Start in die Woche

 * Oil-News für Dienstag den 03. September 2019 *

 

Die OPEC hat im August offenbar mehr Öl als im Vormonat gefördert, so die Schätzungen von Reuters und Bloomberg. Während man bei Reuters von einer Produktion von 29,61 Mio. B/T ausging, rechnet man bei Bloomberg mit einer Förderung von etwa 29,99 Mio. B/T, was einem Anstieg von +0,2 Mio. B/T zu Vormonat entsprechen würde. Dies wäre auch der erste Produktionsanstieg seit die OPEC+ Gemeinschaft am Jahresanfang die Förderung reduziert hat.

Ungewöhnlich ist der Anstieg aus saisonaler Sicht nicht unbedingt, denn im Sommer steigt die Nachfrage nach Öl in den Arabischen Ländern in der Regel an. Laut Bloomberg waren es aber insbesondere Nigeria und Saudi-Arabien, die ihre Förderung gesteigert haben. Nigerias Produktion lag demnach bei rund 1,95 Mio. B/T, was dem höchsten Niveau seit 2016 entspricht. Neben der OPEC förderte aber auch Russland wieder mehr Rohöl, nachdem die Probleme an der Druzba Pipeline offenbar behoben sind. Die Produktionssteigerung soll bei +104.000 B/T gelegen haben, sodass das Land unterm Strich wohl 11,294 Mio. B/T gefördert hat.

Die Mehrproduktion der OPEC+ Länder kann zumindest einen Teil der saisonalen Nachfragesteigerung abfangen, die in der zweiten Jahreshälfte erwartet wird. Hinzu kommt, dass die US Ölförderung wieder auf neue Rekordhochs geklettert ist. Auch wenn weiter von einer knappen Versorgungslage auszugehen ist, ist dies eine Konstellation in der sich Trader mit Wetten auf steigende Preise eher schwer tun. Auch wenn die Verhandlungen zwischen USA und China bezüglich eines Handelsabkommens weiter gehen, so glauben Marktteilnehmer nicht an eine schnelle Lösung, sodass die gegenseitigen Strafzölle das Weltwirtschaftswachstum und die Ölnachfrage ausbremsen werden.

Der anhaltende Streit zwischen USA und China übe Abwärtsdruck auf die Ölpreise aus. Mit der ersten OPEC Produktionssteigerung im August in 2019 sei dies ein doppelter Schlag, fasst Analystin Vandana Hari die Situation zusammen. Hurrikan Dorian könnte mit Überschwemmungen und starken Winden die Geschäftstätigkeit an der US Ostküste zudem einschränken, sodass die Ölnachfrage hier nachgeben und für einen Anstieg der US Ölbestände sorgen kann.

Die fundamentale Marktlage ist damit in der Gesamtbetrachtung leicht bearish zu sehen, wobei Trader auch noch auf die offiziellen Monatsreports in der kommenden Woche warten. Wegen des US Feiertages gestern werden die US Ölbestandsdaten von API und DOE in dieser Woche einen Tag später als üblich veröffentlicht.

 

Preisbestimmende Faktoren:

Iran: Nur bei Aufhebung aller US Sanktionen neue Verhandlungen
China und USA gehen bei Handelsstreit wieder aufeinander zu
Kanada verlängert Produktionsbeschränkungen
Saudi-Arabien kürzt Ölexporte September um 0,7 Mio. B/T
– Irans Ölexporte im August gestiegen
– OPEC Förderung im August gestiegen
– Russland hat im August mehr Rohöl gefördert
– OPEC Produktion im August gestiegen
– Russland hält Produktionsvorgaben von OPEC+ nicht vollständig ein
– Handelsstreit: Neue Strafzölle zwischen USA und China treten in Kraft

 

Die letzte Heizperiode war lang, Ihr Heizölvorrat könnte also niedriger sein als Sie erwarten. Das Wetter ist für heute wieder angenehm sommerlich gemeldet auch wenn der Herbst bereits vor der Tür steht. Gehen Sie doch mal in Ihren Keller und prüfen Sie Ihren Heizöl Vorrat. Der nächste Winter kommt bestimmt. Bei Bedarf würden wir uns über Ihre Anfrage freuen.  -> zur Preisanfrage
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