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Ölfutures nach Fed-Zinsentscheid leicht tiefer

 * Oil-News für Donnerstag den 1.August 2019 *

Zuletzt hatten vor allem Nachfragesorgen dazu geführt, dass die bullishen Faktoren am Markt keinen größeren Einfluss auf die Ölpreise hatten. Angesichts der Resultate der letzten Gesprächsrunde zwischen den USA und China zum Thema Handelsstreit könnte dies auch noch eine ganze Weile so bleiben

Washington und Peking beschrieben die Gespräche in Shanghai zwar als „konstruktiv“, konkrete Übereinkünfte wurden jedoch scheinbar nicht getroffen. Die nächsten Verhandlungen wurden nun für Anfang September angesetzt. Die Marktteilnehmer befürchten nun, dass sich der Handelskonflikt zwischen den beiden Großmächten noch ewig hinziehen könnte, was weder dem weltweiten Wirtschaftswachstum noch der Ölnachfrage guttäte. 

Angesichts der eher trüben Aussichten diesbezüglich schaffen es bullishe Aspekte derzeit meist nicht, stärkere und nachhaltige Preisanstiege auszulösen. So sind zwar beispielsweise die US-Rohölbestände in der vergangenen Woche nun schon die siebte Woche in Folge gesunken, allerdings sank die Produktnachfrage jedoch entgegen dem saisonalen Trend. 

Auch gaben die ersten Erwartungen zum Produktionsniveau der OPEC von Juli keinen nachhaltigen Aufschub. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten gehen davon aus, dass die Produktion der OPEC im vergangenen Monat um -280.000 B/T auf 29,42 Mio. B/T sank. Hierzu habe auch die erste Produktionsunterbrechung an Libyens größtem Ölfeld (Sharara) beigetragen. In dieser Woche musste die Ölförderung an dem Feld erneut auf Eis gelegt werden, was mittlerweile dazu geführt hat, dass die staatliche National Oil Corp. den Status Force Majeure für Sharara-Lieferungen erklärt hat. 

Im Konflikt zwischen den USA und Iran verhängte die US-Regierung nun Sanktionen gegen den iranischen Außenminister Javad Zarif. Nach Angaben des Weißen Hauses sei das Vermögen Zarifs in den USA eingefroren worden. Zarif selbst erklärte die Sanktionen jedoch als „wirkungslos“. Der iranische Außenminister hatte bereits Mitte Juli erklärt, er habe gar keine Vermögenswerte in den USA. Nichtsdestotrotz dürfte dies die Spannungen zwischen den USA und Iran weiter nähren. 

Der USA/Iran-Konflikt dürfte die Preise jedoch erst nachhaltig steigen lassen, wenn es tatsächlich zu einer militärischen Auseinandersetzung kommt. Bis dahin wird auch dieser bullishe Faktor durch die Sorgen bezüglich der Nachfrageentwicklung größtenteils ausgehebelt. Die Aussagen des Präsidenten der US-Notenbank, Jerome Powell, im Hinblick auf die Geldpolitik der Fed verstärkten diese Sorgen noch. 

Zwar senkte die Fed den Leitzins wie erwartet um 0,25 Prozent, weitere Zinssenkungen scheinen jedoch erst einmal nicht geplant. Die Marktteilnehmer gingen letztlich davon aus, dass dieser eine Zinsschritt den Dollar nicht nachhaltig belasten würde, weswegen dieser über Nacht zulegen konnte. Ein weiterhin fester Dollar macht jedoch die Ölfutures für Käufer außerhalb der USA weniger attraktiv, weshalb dies mittelfristig ebenfalls bearish wirkt. 

Aufgrund der Tatsache, dass sich der Handelskonflikt zwischen den USA und China wohl noch eine Weile hinziehen dürfte, der Dollar vorerst stabil bleibt und sich auch die US-Ölproduktion mittlerweile wieder fast vollständig von Sturm Barry erholt hat und weiter zulegen dürfte, betrachten wir die fundamentale Situation heute Morgen als neutral, da diese Aspekte die bullishen Faktoren vorerst aufwiegen.

In den Morgenstunden kamen die Ölfutures an ICE und NYMEX wieder leicht von den Tiefs aus der Nacht zurück, bleiben jedoch deutlich unterhalb der Werte von Mittwochmittag. Da der EUR/USD am frühen Morgen jedoch weiter nachgegeben hat, zeichnen sich bei den rechnerischen Inlandspreisen aktuell dennoch leichte Preissteigerungen ab.

 

Preisbestimmende Faktoren:

US-Regierung sanktioniert iranischen Außenminister
DOE meldet starke Bestandsabbauten
NOC erklärt Force Majeure für Sharara-Öl
Iran und Russland planen Militärmanöver in der Straße von Hormus
Iran beschlagnahmt britischen Tanker in der Straße von Hormus
Iran überschreitet Grenzen des Atomdeals
USA haben Sanktionen gegen Venezuela verschärft
= OPEC+ verlängert Produktionskürzung bis Ende März 2020
– Nächste Handelsgespräche zwischen USA und China erst im September
– Fed senkt Zinssatz um 0,25 Basispunkte, Dollar legt dennoch zu
– Gespräche zwischen Iran und übrigen Partnern aus dem Atomabkommen „konstruktiv“
– Saudi-Arabien und Kuwait mit möglicher Produktionssteigerung
– IEA senkt Prognose zum Ölnachfragewachstum für 2019

 

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