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Ölmarkt nach dem US Feiertag kaum verändert – Iranischer Öltanker festgesetzt

 * Oil-News für Freitag den 05.Juli 2019 *

 

Nachdem die OPEC+ Gruppe ihre Entscheidung getroffen hat, wie man das Ölangebot künftig gestalten wird, konzentriert man sich nun wieder vermehrt auf die Ölnachfrage. „Das globale Wachstum bleibt der Hauptfaktor, der die Rohölpreise niedrig hält,“ so Analyst Alfonso Esperanza, von OANDA. „Der Deal der OPEC+ Gruppe wird die Preise daran hindern zu stark zu fallen, doch es muss ein Ende des Protektionismus geben, damit sichergestellt wird, dass sich die Nachfrage nach Energieprodukten wieder erholt,“ so sein Fazit.

Esperaza stellt damit auf den Handelskrieg zwischen USA und China ab, bei dem beide Seiten zwar einen Waffenstillstand vereinbart haben, doch eine endgültige Lösung ist kurzfristig nicht zu erwarten. Die USA hatten zuletzt auch wieder Sanktionen gegen die EU angekündigt, sodass weitere Strafzölle der USA drohen, die das Ölnachfragewachstum negativ beeinflussen würden. Im Sommer und zum Jahresende hin ist nun zwar mit einer Erholung der Ölnachfrage zu rechnen, aber auch mit einer steigenden Ölproduktion der USA.

Nach 11,81 und 12,20 Mio. B/T im ersten bzw. zweiten Quartal rechnet die EIA für das dritte und vierte Quartal mit einer Steigerung der Ölförderung auf 12,44 und 12,83 Mio. B/T im dritten und vierten Quartal. Zusätzlich hat Venezuela im letzten Monat seine Ölexporte um +26% überraschend stark – trotz US Sanktionen – steigern können. Für das kommende Jahr gehen die meisten Analysten und Agenturen von einem Überangebot aus, sodass der mittel- bis langfristige Ausblick nicht unbedingt für eine Preisrallye spricht.

Die OPEC+ Gruppe kann mit ihren Produktionskürzungen die Lage zwar kurzfristig ausbalancieren und den Preis für Öl vergleichsweise hoch halten, das Problem der Gruppe verschiebt sich damit allerdings lediglich in die Zukunft. So lange die Produktion der Nicht-OPEC-Länder schneller zunimmt als die Ölnachfrage, wir die OPEC nicht in der Lage sein den Markt entscheidend knapper zu gestalten. Und nach den jüngsten Konjunkturindikatoren deutet sich beim Wirtschaftswachstum und der Ölnachfrage keine Besserung an.

Das größte Aufwärtsrisiko für die Preise an den Börsen sind nun die geopolitischen Spannungen im Iran und Libyen. Bisher hatte der Kampf um die libysche Hauptstadt, Tripolis, allerdings keinen Einfluss auf die Ölförderung oder Exporte des Landes. Bei den Spannungen zwischen Iran und USA tat sich in den letzten Tagen ebenfalls wenig. So lange eine militärische Konfrontation oder Einschränkungen bei der Passage der Straße von Hormus ausbleiben, dürften auch hier bullishe Reaktionen gering bleiben. Am gestrigen Abend wurde bei Gibraltar von britishen Marines ein iranischer Öltanker festgesetzt, der Rohöl an Syrien liefern wollte und damit gegen EU Sanktionen verstößt. Dies hat für heftige Kritik aus Teheran gesorgt und die Spannungen wieder angeheizt. Der Markt reagierte bisher aber nicht und sieht demnach wohl kein gesteigertes Risiko.

In den Morgenstunden bleiben die Märkte an ICE und NYMEX zunächst in einer engen Spanne, allerdings unterhalb der Niveaus von gestern Mittag und Nachmittag. Da sich beim Euro/Dollar-Kurs quasi nichts tut, deuten sich bei den Endverbraucherpreisen rechnerisch leichte Abschläge für den heutigen Vormittag an.

 

Trendaussicht:

Briten setzen iranischen Öltanker fest
Iran überschreitet Grenzen des Atomdeals
China und USA starten Handelsgespräche neu
USA verschärfen Sanktionen gegen den Iran
Powell und Draghi kündigen expansive Geldpolitik an
USA haben Sanktionen gegen Venezuela verschärft
= OPEC+ verlängert Produktionskürzung bis Ende März 2020
– Saudi Aramco senkt Ölpreise für Europa
– US Ölbestandsveränderungen DOE
– Venezuela kann Ölexporte überraschend steigern
– Analysten: Marktlage dürfte auch 2020 schwach bleiben
– Kasachstan steigert Ölförderung am Kashagan Ölfeld
– USA und China belegen sich mit neuen Strafzöllen

 

Der Winter war lang, Ihr Heizölvorrat könnte also niedriger sein als erwartet. Auch wenn heute wieder Temperaturen weit über 30 Grad gemeldet sind. Gehen Sie doch mal in Ihren Keller und prüfen Sie Ihren Heizöl Vorrat. Bei Bedarf würden wir uns über Ihre Anfrage freuen.

Wir stehen Ihnen in allen Fragen mit Rat und Tat zur Seite! -> zur Preisanfrage

 

 

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