16826
post-template-default,single,single-post,postid-16826,single-format-standard,theme-eden,cookies-not-set,eden-core-1.0.4,woocommerce-no-js,eden-theme-ver-3.0.7,ajax_fade,page_not_loaded,show_loading_animation,wpb-js-composer js-comp-ver-5.7,vc_responsive

Ölpreise geben am Morgen leicht nach

 * Oil-News für Donnerstag den 22. August 2019 *

 

Die US Rohölbestände sind laut DOE stärker als ursprünglich erwartet gesunken, wenn auch nicht so deutlich wie vom API angekündigt. Doch bei Benzin und Destillaten zeigen sich Bestandzunahmen. Während die Produktnachfrage um -1,1 auf 21,0 Mio. B/T zurückging, legten auch die Gesamtbestände (Rohöl und alle Produkte) erneut zu. Die US Fahrsaison geht noch zwei Wochen und Aufbauten bei den Produkten sowie schwache Nachfragedaten sind für die Trader ein Warnsignal.

Die Aufbauten bei den Produkten seien entgegen dem saisonal zu erwartenden Trend, was darauf hindeute, dass die Benzinnachfrage in dieser Sommersaison ihren Zenit bereits überschritten habe und das Schlimmste noch komme, so Analyst Stephen Innes, von Valour Markets. „Bleiben die Unsicherheiten beim Handelsstreit wird es für Öl schwierig die Sorgen über die globale Nachfrage hinter sich zu lassen, so seine Einschätzung.

Auch die Experten von der ANZ Bank sehen die Zahlen des DOE als ein Zeichen, dass die Nachfrage schwächelt und die Bestände bei den Destillaten und anderen Produkten zunehmen werden. Die Nachfragesorgen würden schließlich einen Deckel für die Preise bilden, schließt man bei TD Securities aus dem aktuellen Stand.

Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben wieder etwas zugenommen. Der iranische Präsident Rouhani drohte: sollten die USA die Ölexporte des Iran auf null reduzieren, würden die internationalen Wasserwege nicht mehr die gleiche Sicherheit wie zuvor haben. Der Außenminister des Iran, Mohammad Javad Zarif, untermauerte dies mit dem Kommentar, dass der Iran als Reaktion auf die US Politik „unvorhersehbar“ agieren könnte. Unterdessen schließt sich nun auch Australien mit Kriegsschiffen der US geführten Mission an der Straße von Hormus zur Sicherung der Schifffahrt an, nachdem auch Großbritannien sich schon beteiligt hat.

Nachdem Kanada seine Produktionskürzungen erst einmal verlängert (21.08.2019 Alberta will Produktionsbeschränkungen bis Ende 2020 fortsetzen), die US Sanktionen gegen den Iran dessen Förderung deutlich reduziert hat und die OPEC+ Gruppe sich weiter an die Produktionskürzungen hält, ist die Marktlage aktuell knapp oder sogar unterversorgt. Die saisonale Nachfrage nach Rohöl ist in dieser Jahreszeit hoch, sodass die globalen Rohölbestände in der zweiten Jahreshälfte wohl sinken werden.

Aber für 2020 wird bereits die Rückkehr der Überversorgung angenommen, die besonders im ersten Quartal umfangreich ausfallen dürfte. Dies beschneidet das Aufwärtspotenzial an den Ölbörsen, zumindest solange zusätzliche umfangreiche Kürzungen der OPEC ausbleiben oder es zu einem militärischen Konflikt mit dem Iran kommt. Bis die Zollfragen zwischen USA und China geklärt seien, werden Preisrallyes für Gewinnmitnahmen genutzt, so die Schlussfolgerung der Experten bei Drillinginfo.

Die Ölpreise hatten sich nach den späten Gewinnmitnahmen gestern in der Nacht zwar wieder etwas stabilisiert, geben heute Morgen jedoch bereits erneut nach, wenngleich sie über den Vortagestiefs bleiben. Der Euro/Dollar-Kurs sackt leicht ab und verteuert damit die in Dollar gehandelten Ölimporte, unterm Strich deuten sich bei den Inlandspreisen aber dennoch rechnerisch leichte Preisnachlässe an.

 

Preisbestimmende Faktoren:

 

Kanada verlängert Produktionsbeschränkungen
Ausfall am Hibernia Ölfeld
USA geht im Handelsstreit auf China zu
Saudi-Arabien kürzt Ölexporte September um 0,7 Mio. B/T
Spannungen mit Iran im Atomdeal und in der Straße von Hormus
– US Ölbestandsveränderungen DOE
– US Schieferölproduktion steigt im August schneller als erwartet
– China und USA heizen Handelsstreit weiter an

 

Die letzte Heizperiode war lang, Ihr Heizölvorrat könnte also niedriger sein als erwartet. Das Wetter ist für heute wieder angenehm sommerlich gemeldet. Gehen Sie doch trotzdem mal in Ihren Keller und prüfen Sie Ihren Heizöl Vorrat. Der nächste Winter kommt bestimmt. Bei Bedarf würden wir uns über Ihre Anfrage freuen.
Wir stehen Ihnen in allen Fragen mit Rat und Tat zur Seite! ->zur Preisanfrage
No Comments

Leave a Comment