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Ölpreise nach bullishen API Daten in der Nacht fester

 * Oil-News für Mittwoch den 21. August 2019 *

 

Trader haben sich zuletzt vor allem auf den Handelsstreit zwischen USA und China konzentriert. Als einer der größten Einflussfaktoren für die globale Wirtschaft, und das damit verbundene Ölnachfragewachstum, wird dies aktuell als Gradmesser verwendet, ob die bisherigen Nachfrageprognosen weiter nach unten korrigiert werden müssen, stabil bleiben, oder eventuell auch wieder zulegen.

Die anstehenden Gespräche zwischen Washington und Peking, die Verschiebung der Sanktionen gegen das chinesische Technologieunternehmen Huawei sowie die positiven Kommentare aus den USA werden als Zeichen gesehen, dass sich die Spannungen eventuell abbauen könnten und sich beide Seiten bei der nächsten Verhandlungsrunde im September annähern könnten. Finanzmärkte sehen dies insgesamt positiv, was sich auch entsprechend auf die Ölbörsen auswirkt. Auch wenn die Zahlen zum Ölnachfragewachstum durch die Monatsreports von EIA, IEA und OPEC zuletzt nach unten korrigiert wurden, bringt die Entwicklung etwas Hoffnung.

Von den Notenbanken wird mit weiteren expansiven Maßnahmen gerechnet. Bei der Fed setzt man bereits auf weitere Zinssenkungen und die EZB will ebenfalls weitere expansive Schritte unternehmen. Die Chinesische Zentralbank wurde am Wochenende aktiv und auch die Regierungen steuern mittlerweile mit Investitionsprogrammen entgegen. Für eine Rallye ist dies aber noch nicht ausreichend, vielmehr bildet dies einen Boden für die Ölpreise an ICE und NYMEX.

In den USA wurden mittlerweile zwei Pipelines von Epic Crude Holdings und Plains All American Pipeline in Betrieb genommen, die mehr Rohöl aus dem Landesinneren an die US Südküste transportieren. Dadurch steigt die Verfügbarkeit von US Öl und der Preisunterschied zwischen den Referenzsorten WTI und Brent ist erheblich gesunken. Zwar steigt mit den Pipelines die Möglihkeit für Rohölexporte aus den USA, gleichzeitig dämpft der schmelzende Preisvorteil des US Rohöls die Attraktivität der US Sorten. „Niemand will das Öl, wenn es [nur] 3 Dollar günstiger als Brent ist“, so Analyst Bob Yawger von Mizuho Securities, der anfügt, dass dies langfristig zu Problemen führen könnte.

So haben die US Ölexporte mit dem geringeren Preisunterschied bereits abgenommen. Lagen diese in den 3 Wochen zum 9. August bei nur 2,4 Mio. B/T, betrugen sie im Zeitraum von Mai bis Mitte Juli über 3 Mio. B/T. Dies war einer der Faktoren, die die Aufbauten bei den US Rohölbeständen in den letzten Wochen begünstigt hatten, obwohl die Vorräte in dieser Zeit typischer weise fallen. Entsprechend gespannt ist der Markt auf die neuen Zahlen zu den US Vorräten. Laut API sollen die Rohölbestände mit -3,5 Mio. Barrel umfangreicher als erwartet gesunken sein. Auch wenn dies leicht stützt, so werden die Zahlen des DOE heute Nachmittag um 16:30 Uhr entscheidend sein.

Vor zwei Wochen meldete das API ebenfalls Abbauten von -3,4 Mio. Barrel, das DOE zeigte allerdings einen Anstieg von +2,3 Mio. Barrel. Der positive Einfluss der Kommentare zum Handelsstreit zwischen USA und China dürfte eingepreist sein, so dass es hier weitere Positivmeldungen bedarf, damit dies weiter stützt. Die Zahlen des API sorgen für eine Bodenbildung und einen leicht bullishen Grundton, wegen der Abweichungen zu den DOE Zahlen der letzten Wochen werden sich Trader aber wohl noch bis zum Mittag zurückhalten.

Im Vergleich zu gestern Mittag notieren die Futures an der ICE höher, während der Euro nur minimal zulegen kann. Unterm Strich deuten sich bei den rechnerischen Inlandspreisen momentan somit moderate Preissteigerungen an.

 

Preisbestimmende Faktoren:

 

US Ölbestandsveränderungen API bullish
Ausfall am Hibernia Ölfeld
USA geht im Handelsstreit auf China zu
Saudi-Arabien kürzt Ölexporte September um 0,7 Mio. B/T
Spannungen mit Iran im Atomdeal und in der Straße von Hormus
USA haben Sanktionen gegen Venezuela verschärft
– US Schieferölproduktion steigt im August schneller als erwartet
– China und USA heizen Handelsstreit weiter an

 

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