21958
post-template-default,single,single-post,postid-21958,single-format-standard,theme-eden,et_divi_builder,eden-core-1.0.4,woocommerce-no-js,eden-theme-ver-3.0.7,ajax_fade,page_not_loaded,show_loading_animation,wpb-js-composer js-comp-ver-5.7,vc_responsive,et-pb-theme-eden,et-db,et_minified_js,et_minified_css

Blog

OPEC: Ölnachfrage höher als Angebot

.

Die Mitglieder der 23 Länder umfassenden Organisation Erdölexportierender Länder und ihrer Partner (OPEC+) werden sich am morgigen Dienstag zur nächsten Vollversammlung zusammenschalten. Sie werden darüber abstimmen, wieviel Öl sie in den kommenden Monaten auf den Markt bringen werden und könnten damit durchaus wieder Einfluss auf die Ölpreise nehmen.

OPEC Mitglieder rechnen mit Unterversorgung
Im Vorfeld stellten die Schwergewichte der OPEC+, Saudi-Arabien und Russland, klar, dass man für die zweite Jahreshälfte mit einer knappen Versorgungslage rechnet. Es gebe momentan ein Angebotsdefizit, das gefüllt werden müsse, so die Einschätzung der Saudis. Russlands stellvertretender Premierminister Alexander Nowak wird noch präziser: aktuell übersteige die Nachfrage das Angebot um eine Millionen Barrel pro Tag.

Im vergangenen Sommer hatte das Produzentenbündnis als Antwort auf die eingebrochene Ölnachfrage und den daraus resultierenden Preissturz Förderkürzungen in Rekordhöhe beschlossen, um ein allzu großes Überangebot zu verhindern. Die OPEC nahm damals fast ein Zehntel des Gesamtbedarfs an Rohöl vom Markt. Da sich die Preise in den letzten Monaten sukzessive weiter erholten, begann die Organisation zum Anfang des Jahres mit vorsichtigen Produktionssteigerungen.

Der aktuelle Plan der OPEC sieht vor, dass man das Angebot ab Juli um 840.000 Barrel pro Tag steigern wird. Damit würden allerdings immer noch etwa 5,8 Millionen Barrel täglich vom Markt zurückgehalten. Ursprünglich hatte das Produzentenbündnis geplant, diese Mengen erst nach April 2022 wieder zu reaktivieren. Sollte die OPEC+ an diesem Plan festhalten, könnte die erwartete Unterversorgung die Ölpreise durchaus weiter in die Höhe treiben.

Foto: Picture Alliance
Bildlizenz: Futures-Services GmbH/dpa Picture Alliance GmbH