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Optimismus im Handelsstreit stützt die Ölpreise

 * Oil-News für Dienstag den 20. August 2019 *

 

Trump hatte in der letzten Woche einige der neuen Strafzölle gegen China, die für den 1. September angekündigt waren, auf Mitte Dezember verschoben und andere sogar ganz gestrichen. Statt der 10% Zölle auf Waren mit einem Importvolumen von 300 Mrd. Dollar jährlich sollen die Abgaben nun nur für Waren mit einem Handelsvolumen von 111 Mrd. Dollar anfallen.

Es deuten sich wieder entspanntere Töne zwischen Washington und Peking an, denn der Berater des Weißen Hauses, Larry Kudlow, kündigte vor den geplanten Verhandlungen mit China im September eine Reihe von Telefonkonferenzen an. Mit dem chinesischen Telekommunikationsunternehmen Huawei dürfen US Firmen eigentlich keine Geschäfte mehr machen, was die vom Google Betriebssystem Andoid abhängige Firma hart getroffen hätte. Gestern Abend verlängerte das Weiße Haus eine Ausnahmeregelung für weitere 90 Tage, was als Zeichen einer Annäherung der beiden Seiten gewertet wird.

Der Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften hatte die Weltwirtschaft im letzten Jahr massiv belastet und diese an den Rand einer Rezession gebracht. Eine Annäherung ist daher ein positives Signal für die Finanzmärkte im Allgemeinen und die Ölbörsen im Speziellen. Die für Anfang September geplanten Verhandlungen könnten entscheidend für den weiteren Verlauf sein. Ist das Ergebnis positiv, kann es die Ölpreise weiter stützen, werden die Gespräche hingegen erneut abgebrochen und fordert Trump weitere Verschärfungen der Strafzölle, würde dies die Wirtschaftsaussichten und damit auch die Futures an ICE und NYMEX massiv belasten.

Der Preisunterschied zwischen WTI und Brent hat sich gestern und in den letzten Handelssessions deutlich reduziert. Eine Lösung im Handelsstreit zwischen China und USA würde vor allem WTI stützen, da China seine Käufe von US Rohöl vermutlich wieder steigern würde. Bis zur Einführung der Strafzölle durch die USA war China im letzten Jahr der größte Abnehmer von US Öl. Zudem sogen neue Pipelines dafür, dass mehr Ware aus dem Landesinneren an die Exportterminals im Süden der USA transportiert wird, sodass die Nachfrage nach US Sorten zunimmt.

Der Angriff auf ein saudisches Ölfeld vom Wochenende ist mittlerweile nur noch eine Randnotiz, denn einen Produktionsausfall konnte man hier nicht registrieren. Die geopolitische Risikoprämie hatte auch nur vorübergehend zugenommen. Die Spannungen und Attacken sind nichts wirklich neues, und ohne Auswirkungen auf die Förderung bleibt ein nachhaltig bullisher Einfluss aus.

Umfragen von Bloomberg und Reuters zeigen unterdessen, dass Experten bei den US Rohölbeständen mit Abbauten zwischen 1,4 und 1,9 Mio. B/T rechnen. Wird dies bestätigt, wären dies der erste Rückgang in 3 Wochen. Sollten die Bestände allerdings erneut steigen, würde dies den Ölpreisen erst einmal „den Wind aus den Segeln nehmen, wenn auch nur vorübergehend“, so die Einschätzung von Jeffrey Halley, von OANDA.

Die fundamentale Marktstimmung ist damit aktuell wieder leicht bullish, denn neben den Bestandsveränderungen versuchen auch Regierungen auf der ganzen Welt mit einer Steigerung der Staatsausgaben einer Rezession entgegenzuwirken, während die Notenbanken zu expansiven Schritten neigen. Auch wenn die Wirkung sich erst noch zeigen muss, so versprüht dies in dieser Woche zumindest etwas Optimismus.

Die Ölpreise an der ICE starten heute Morgen fester im Vergleich zu gestern Nachmittag in den Tag, während der Euro/Dollar-Kurs nahezu unverändert blieb. Damit deuten sich bei den rechnerischen Inlandspreisen heute Morgen aktuell moderate Preissteigerungen zu gestern an.

 

Preisbestimmende Faktoren:

 

Analysten rechnen mit Abbauten bei US Rohölbeständen
USA geht im Handelsstreit auf China zu
Angriff der Houthi Rebellen auf saudisches Ölfeld
Saudi-Arabien kürzt Ölexporte September um 0,7 Mio. B/T
Spannungen mit Iran im Atomdeal und in der Straße von Hormus
USA haben Sanktionen gegen Venezuela verschärft
= IEA Monatsrerport
– OPEC Monatsreport
– US Schieferölproduktion steigt im August schneller als erwartet
– EIA Monatsreport
– China und USA heizen Handelsstreit weiter an

 

Die letzte Heizperiode war lang, Ihr Heizölvorrat könnte also niedriger sein als erwartet. Das Wetter ist für heute wieder angenehm sommerlich gemeldet. Gehen Sie doch trotzdem mal in Ihren Keller und prüfen Sie Ihren Heizöl Vorrat. Der nächste Winter kommt bestimmt. Bei Bedarf würden wir uns über Ihre Anfrage freuen.
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