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Saudi Arabiens Kürzungen setzen sich gegen Handelskrieg durch

 * Oil-News für Montag den 12. August 2019 *

 

Nachdem die EIA die Ölnachfrageprognosen für 2019 und 2020 bereits nach unten korrigiert hatte, sieht die IEA die Lage ganz ähnlich. Allerdings wies man auch auf das sich abschwächende Produktionswachstum der Nicht-OPEC Länder hin, das in der zweiten Hälfte des laufenden Jahres hinter den bisherigen Erwartungen zurückbleiben wird.

Behält die OPEC das aktuelle Produktionsniveau von 29,7 Mio. B/T bei, dann geht man für das restliche Jahr mit einer Unterversorgung von 0,7 Mio. B/T aus. Nachdem die Ölbestände der OECD im Juni noch um 31,8 Mio. Barrel zugenommen haben, was in etwa 1,06 Mio. B/T entspricht, wird die Versorgungslage in den kommenden Monaten nun deutlich knapper eingeschätzt. Dies bleibt aber nur ein „temporäres Phänomen“, warnt die IEA. Für 2020 muss sich der Markt auf eine erneute Überversorgung einzustellen, denn während die globale Ölnachfrage um +1,3 Mio. B/T zunehmen soll, wird allein die Ölförderung der Nicht-OPEC Länder um +2,2 Mio. B/T zulegen.

Der IEA Monatsreport ist daher kurzfristig stützend, langfristig aber eher bearish zu sehen. Nach den Kursverlusten der ersten Wochenhälfte war der Markt allerdings anfällig für eine Aufwärtkorrektur und nahm die bullishen Aspekte dankend an. Vor allem die Ankündigung der Saudis, die jetzt schon deutlich weniger als vereinbart produzieren und ab September ihren Kunden rund 0,7 Mio. B/T weniger als nachgefragt zur Verfügung stellen wollen, gibt den Futures an ICE und NYMEX Rückenwind.

„Im Moment hat die Bereitschaft der Saudis Schritte einzuleiten den Preisrutsch am Markt aufgehalten. Die Frage ist, wie stark kann diese Rallye ausfallen, ohne dass andere Produzenten ebenfalls aktiv werden? In diesem Handelsumfeld sind diese Art von großen Preissprüngen wahrscheinlicher geworden“, weist Analyst Gene McGillian, von Tradition Energy auf die aktuell volatile Konstellation hin, der darauf hinweist, dass die Ölpreise anfällig für eine Korrektur gewesen seien.

Lag der Fokus des Marktes zuletzt vor allem auf den Handelsstreitigkeiten zwischen USA und China, so hatte sich dieser in der letzten Woche etwas davon abgewendet. Doch neue Kommentare von Trump zeigen, dass sich der Handel auch weiter mit dem Zwist zwischen USA und China auseinandersetzen muss. „Wir werden sehen, ob wir das Treffen beibehalten oder nicht“, so der US Präsident bezogen auf die geplanten Verhandlungen zwischen Washington und Peking Anfang September. Nachdem die USA für September neue Strafzölle ankündigte und der Yuan zuletzt phasenweise stark abwertete, drohen weitere Eskalationsstufen, bis hin zur Ausweitung auf einen Wärungskrieg.

Hatte die Aussicht auf eine knappere Versorgungslage in der zweiten Jahreshälfte und zusätzliche Kürzungen der Saudis die Ölpreise Ende letzter Woche noch gestützt, so dämpft die Möglichkeit eines Abbruchs der Verhandlungen im Handelsstreit heute Morgen. Die Futures starten daher unterhalb der Freitagshochs aber höher als am Freitagmittag in die neue Woche. Bei den rechnerischen Inlandspreisen deuten sich damit für heute Morgen klare Preisanhebungen an.

 

Preisbestimmende Faktoren:

Saudi-Arabien kürzt Ölexporte September um 0,7 Mio. B/T
Spannungen mit Iran im Atomdeal und in der Straße von Hormus
USA haben Sanktionen gegen Venezuela verschärft
= OPEC+ verlängert Produktionskürzung bis Ende März 2020
= IEA Monatsrerport
– Tump droht mit Abbruch der Verhandlungen mit China
– Libyen steigert Ölförderung und hebt Force Majeure auf
– EIA Monatsreport
– China und USA heizen Handelsstreit weiter an
– Saudi-Arabien und Kuwait mit möglicher Produktionssteigerung

 

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