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Schwache Ölfrage bestimmt den Markt – Möglicher Tropensturm im Golf von Mexico

 * Oil-News für Dienstag den 09.Juli 2019 *

 

Iran und die USA bleiben weiter auf Konfrontationskurs. Während die USA den Iran nun wieder mindestens so stark sanktioniert, wie in der Zeit vor dem Atomabkommen aus 2015, beginnt der Iran die Grenzen des Deals zu überschreiten. Noch sind diese allerdings wenig kritisch, da die Vereinbarungen bei der Einlagerung von Uran und der Anreicherungsgrad die Vorgaben aus 2015 nur geringfügig überschreitet. Die von Teheran eingeleiteten Schritte sind noch weit weg davon Material für eine Atombombe zu generieren.

Nachdem die USA den Iran nun allerdings schon stark sanktioniert, gehen Washington allmählich die Mittel aus. Die Gefahr besteht, dass bei einer weiteren Zuspitzung irgendwann nur noch militärische Maßnahmen als Antwort übrigbleiben, sodass beide Seiten mehr oder weniger unabsichtlich in einen Konflikt rutschen könnten. „Die Tatsache, dass die Iran-Spannungen die Preise nicht stärker stützen, bekräftigt weiterhin, dass sich der Markt ausschließlich auf die nachfrageseitigen Aspekte konzentriert,“ so die Interpretation von Analyst Stephen Innes, von Vanguard Markets.

Erst gestern hatten die Experten von Goldman Sachs das globale Ölnachfragewachstum 2019 mit +0,8 Mio. B/T sehr niedrig eingeschätzt und damit auch deutlich unter dem erwarteten Produktionswachstum der US Schieferölindustrie, das bei +1,3 Mio. B/T gesehen wird. In dieser Woche stehen die Monatsreports von EIA, OPEC und IEA auf der Agenda. Da der Handelsstreit zwischen USA und China noch lange nicht vom Tisch ist, und die globale Wirtschaft weiterhin belastet, werden die Prognosen für die Nachfrageentwicklung 2019 und 2020 von den Marktteilnehmern genau beobachtet.

„Auch wenn wir nicht mit einer größeren Abwärtskorrektur bei einer der Quellen Ausschau halten, gehen wir davon aus, dass sich bei den Schätzungen für das Ölnachfragewachstum im Laufe des Jahres einige Abwärtskorrekturen ergeben werden,“ so die Vermutung der Analysten bei Ritterbusch & Associates. Vor allem die Industriedaten in den USA und anderen Volkswirtschaften würden auf ein langsameres globales Wirtschaftswachstum hindeuten.

In der Nordsee gibt es in dieser Woche eine kleinere Störung an der Forties Pipeline, deren Durchsatz wegen Reparaturarbeiten vorübergehend auf 150.000 B/T gedrosselt werden muss. Die Arbeiten sollen allerdings noch vor Ende der Woche abgeschlossen sein, sodass keine Engpässe erwartet werden. Unterdessen ist im Golf von Mexiko ein Sturmgebiet im Auge zu behalten, dass sich zu einen Tropensturm entwickeln könnte. „Alle drei unserer Top Wettermodelle sagen, dass sich etwas entwickeln werde, so Jeff Masters von Weather Underground. Die Sturmformation würde sich im Osten des Golfes bilden und dann Richtung Westen ziehen, wobei davon auszugehen ist, dass der Sturm im Bereich zwischen Louisiana und Texas auf Festland träfe. Die Rohölförderung und Raffinerien könnten davon beeinträchtigt werden, was die Preise an den Börsen stützen würde.

Experten schätzen, dass der Iran mit etwa 2,28 Mio. B/T so wenig Rohöl wie seit den 80er Jahren nicht mehr produziert. Die Rohölexporte sollen auf unter 0,3 Mio. B/T gefallen sein. Der Iran wird dies nicht lange so beibehalten können, da die Lagerkapazitäten zunehmend ausgeschöpft sein werden. Trotz des starken Rückgangs bleiben die Ölpreise allerdings gelassen, was vermuten lässt, dass sich Marktteilnehmer stärker auf die Nachfrageentwicklung konzentrieren. Entsprechend sind die Monatsreports von EIA, IEA und OPEC diese Woche im Auge zu behalten.

Während die Produkt-Futures im Bereich der späten Tagestiefs von gestern in den Tag starten, verlor der Euro/Dollar-Kurs nicht mehr nennenswert an Boden. Bei den Inlandspreisen deuten sich damit rechnerische Abwärtspotenziale im Vergleich zu den Niveaus von gestern an.

 

Preisfaktoren:

Briten setzen iranischen Öltanker fest
+ Iran überschreitet Grenzen des Atomdeals
China und USA starten Handelsgespräche neu
USA verschärfen Sanktionen gegen den Iran
Powell und Draghi kündigen expansive Geldpolitik an
USA haben Sanktionen gegen Venezuela verschärft
= Möglicher Tropensturm im Golf von Mexiko
= OPEC+ verlängert Produktionskürzung bis Ende März 2020
– Saudi Aramco senkt Ölpreise für Europa
– Venezuela kann Ölexporte überraschend steigern
– Analysten: Marktlage dürfte auch 2020 schwach bleiben
– Kasachstan steigert Ölförderung am Kashagan Ölfeld
– USA und China belegen sich mit neuen Strafzöllen

 

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