17030
post-template-default,single,single-post,postid-17030,single-format-standard,theme-eden,cookies-not-set,eden-core-1.0.4,woocommerce-no-js,eden-theme-ver-3.0.7,ajax_fade,page_not_loaded,show_loading_animation,wpb-js-composer js-comp-ver-5.7,vc_responsive

Technische Kaufsignale nach 2-Monatstief – Ölpreise testen Vortageshochs

 * Oil-News für Freitag den 04.Oktober 2019 *

 

Unruhen sind im Irak in den vergangenen Tagen innenpolitisch zum wichtigsten Thema geworden. Für die Ölbörsen ist dies ein stützender Faktor, da das Land mit rund 4,78 Mio. B/T der zweitgrößte Produzent der OPEC ist. Politische Instabilität ist immer schlecht für die Ölproduktion eines Landes, wie man an Venezuela oder auch Libyen sehen kann. Sollten die teilweise gewaltsamen Demonstrationen weiter eskalieren, könnte dies das Ölangebot verringern und die Ölpreise damit stützen, so die Befürchtung der Marktteilnehmer.

In den USA sind unterdessen die Rohölbestände laut DOE vom Mittwoch weiter gestiegen. Generell sind die Lagerbestände noch immer recht komfortabel, auch außerhalb der USA. Nachdem sich die Rohölproduktion in Saudi-Arabien zuletzt schnell wieder erholt hatte, sieht der iranische Ölminister, Bijan Zanganeh, sogar ein leichtes Überangebot. Zu dieser Jahreszeit sollte die Raffinerieauslastung aber eigentlich wieder zunehmen, da der Energiebedarf durch die kältere Jahreszeit steigt, und für ein knapperes Angebot sorgen.

Für Analyst Bob Yawger, von Mizuho, hat der Markt momentan von zwei Seiten Probleme. Die Lager seien gut gefüllt, das Angebot ist also hoch, während die Ölnachfrage zu wünschen übrig lasse. Momentan fokussiert sich der Markt vor allem auf die Nachfragekomponente, die bei den letzten Monatsreports immer wieder nach unten korrigiert wurde. Die IEA hatte schon angekündigt, dass beim nächsten Bericht in der kommenden Woche erneut eine Anpassung der Prognose nach unten folgen könnte.

Die Weltwirtschaft steht vor einer Rezession, was Aufwärtsbewegungen an den Börsen verhindert. Fallen dann die Wirtschaftsdaten auch noch kontinuierlich schlechter als erwartet aus, belastet dies natürlich die Futures. „Die globalen Wachstumsbedenken dürften die Preise weiterhin unter Druck setzen, aber wie wir vor einer Woche gesehen haben, kann die Geopolitik im Nahen Osten den Markt augenblicklich verändern“, so Rob Haworth, von US Bank Wealth Management.

Die Bewegungen der Aktienmärkte und des Euro/Dollar-Kurses gewinnen in Phasen, in der die Ölnachfrage in den Mittelpunkt rückt, an Bedeutung. Gestern hatte sich der Markt darauf eingestellt, dass die Fed in diesem Monat erneut die Zinsen senken dürfte. Dies beflügelte die Aktienmärkte und somit auch die Ölbörsen, sodass diese von ihren 2-Monatstiefs wieder zurückkamen. Selbst die Ölminister aus Russland und Saudi-Arabien hatten sich gestern eingeräumt, dass es globale Rezessionstendenzen gebe, die das Ölnachfragewachstum bremsen. Diese seien allerdings übertrieben und fußen mehr auf Annahmen als den aktuellen Stand wiederzugeben. Daher sehe man aktuell auch keinen Anlass ein Sondermeeting der OPEC einzuberufen, so das Fazit.

Nach ihren 2-Monatstiefs zogen die Futures gestern entsprechend an und starten auch heute Morgen fester in den Tag. Mit der Aussicht auf eine weitere Zinssenkung der Fed und den Unruhen im Irak schätzen wir die fundamentale Konstellation heute Morgen neutral ein. Eine interessante Konstellation ergibt sich unterdessen in der Charttechnik, wo sich ein Ende des aktuellen Abwärtstrends andeutet. Auch wenn die deutlichen Tiefststände von gestern heute nicht mehr erreichbar sind, so zeichnen sich für die Inlandspreise zu Dienstag dennoch deutliche Abwärtspotenziale an.

 

Preisbestimmende Faktoren:

 

Unruhen im Irak
Mögliche Zinssenkung der Fed im Oktober
Ölförderung der OPEC im September vermutlich gesunken
Zweifel an schneller Erholung der saudischen Ölproduktion
Handelsgespräche zwischen China und USA wurden wiederaufgenommen
– Iran sieht Markt leicht überversorgt
– US Ölbestandsveränderungen DOE
– Saudi-Arabien fördert mehr Öl als vor den Anschlägen
– Waffenstillstand zwischen Saudis und Houthis
– IEA: Ölnachfrageprognose könnte erneut gesenkt werden

 

Die letzte Heizperiode war lang, Ihr Heizölvorrat könnte also niedriger sein als Sie erwarten. Das Wetter für die Region Südpfalz ist für heute bedeckt bei 15 Grad Höchsttemperatur gemeldet. Der Herbst hält mit großen Schritten den Einzug. Gehen Sie doch mal in Ihren Keller und prüfen Sie Ihren Heizöl Vorrat. Der nächste Winter kommt bestimmt. Bei Bedarf würden wir uns über Ihre Anfrage freuen.  ->zur Preisanfrage

No Comments

Leave a Comment