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Trump erwägt Lockerung der Iran Sanktionen – Deutliche Preisabschläge deuten sich an

 * Oil-News für Donnerstag den 12. September 2019 *

 

Die OPEC hat die Erwartung an das Ölnachfragewachstum 2019 und 2020 in ihrem Monatsreport erwartungsgemäß nach unten korrigiert. Damit bestätigt das Kartell die bereits vom EIA Monatsreport vorgegebene Tendenz. Bearish ist vor allem die Einschätzung, dass im kommenden Jahr durchschnittlich nur noch 29,4 Mio. B/T aus der OPEC benötigt wird, während es 2019 noch 30,61 Mio. B/T sein sollen. Denn das Kartell hatte im August mit 29,74 Mio. B/T mehr gefördert als im kommenden Jahr benötigt wird.

Diese Zahlen zeigen, dass ohne eine Verstärkung der Förderkürzungen, oder unerwartete Ausfälle, im kommenden Jahr wieder mit einer Überversorgung zu rechnen ist. Entsprechend gespannt darf man auf die Kommentare vom JMMC Meeting heute sein, wenn die Länder der OPEC+ Gruppe zusammenkommen und über das weitere Vorgehen beraten. Der irakische Ölminister, Thamir Ghadhaban hatte am späten Abend gestern in einem Interview noch gesagt, dass weitere Kürzungen etwas seien, über das man sich Gedanken machen müsse, insbesondere wenn die USA ihre Sanktionen gegen den Iran lockern sollte, doch vermutlich sei dieses Thema beim JMMC Meeting nicht auf der Tagesordnung.

Aus dem Umkreis des Weißen Hauses sickerten gestern Abend nähere Informationen zum überraschenden Abgang des Sicherhetsberaters John Bolton durch. Präsident Trump diskutiert offenbar eine Lockerung der Iran Sanktionen damit ein Treffen mit dem iranischen Präsidenten ermöglicht wird. Ein solches Treffen soll bereits am 23. September am Rande der UN Generalversammlung ermöglicht werden, heißt es.

Sollten die USA die Sanktionen gegen den Iran tatsächlich lockern und auf den Kompromissvorschlag des Irans zur Wiederaufnahme der Verhandlungen über ein Atomabkommen eingehen, wird das zusätzliche Öl die Gefahr einer Überversorgung im kommenden Jahr nur noch einmal verstärken. Werden diese Gedankenspiele konkreter, dann müsste die OPEC und ihre Verbündeten eine klare Message an den Markt schicken, dass diese die Produktionskürzungen verstärken werden, sollte der Iran wieder mehr Öl fördern, so Analyst Jun Inoue, von Mizuho Research.

Auch wenn der Markt aktuell durch die saisonale Nachfrage wahrscheinlich etwas unterversorgt ist, so bleiben die Sorgen für das kommende Jahr groß. Der konjunkturelle Gegenwind, den der Handelsstreit zwischen USA und China sowie der Brexit generieren, ist für die Ölnachfrage ein großes Problem. Nicht nur die EIA und OPEC rechnen deshalb für das kommende Jahr mit einer Überversorgung, auch die meisten Analysten sind in den letzten Tagen bemüht ihre Nachfrageprognosen nach unten zu korrigieren.

Bei Wood Mackenzie hat man das Nachfragewachstum 2019 nun von 0,85-0,9 auf 0,7 Mio. B/T herabgesetzt und schätzt das Wachstum 2020 auf etwa 1,3 Mio. B/T. Bei JBC Energy rechnet man 2019 mit einer Zunahme von ebenfalls unter 1 Mio. B/T, während 2020 wieder rund 1,2 Mio. B/T mehr Öl verbraucht werden soll. Da die OPEC das Wachstum der Ölförderung aus Nicht OPEC Ländern 2020 allerdings auf +2,25 Mio. B/T schätzt, wird das Kartell um eine weitere Produktionskürzung nicht umhinkommen. Vor allem wenn sich tatsächlich eine Einigung zwischen USA und Iran ergeben sollte, ist eine scharfe Abwärtskorrektur der Ölpreise wohl nicht mehr zu verhindern.

Dass die OPEC+ Gruppe so viel zusätzliches Öl vom Markt nimmt, damit dies kompensiert wird, ist kaum vorstellbar. Sollte sich dies aber dennoch durchsetzen lassen, bleibt das Produktionspotenzial vorhanden und bietet damit ein Kissen, um weitere, unvorhergesehene Produktionsausfälle jeder Zeit zu kompensieren.

Marktteilnehmer werden heute vor allem auf mögliche Kommentare zu den Iran Sanktionen warten sowie auf Äußerungen vom OPEC+ Meeting. Zudem steht die Veröffentlichung des IEA Monatsreports am späten Vormittag auf der Agenda, während auch die EZB am frühen Nachmittag ihre geldpolitischen Entscheidungen bekanntgegeben wird. Nach der scharfen Abwärtsbewegung an ICE und NYMEX gestern Abend deuten sich heute Morgen allerdings erst einmal weitere starke Preisnachlässe für das Inland an.

 

Preisbestimmende Faktoren:

USA verschieben nächste Runde von Strafzöllen um 2 Wochen
US Ölbestandsveränderungen DOE & API
Expansive Maßnahmen der EZB und anderer Notenbanken
Saudi-Arabien ernennt neuen Ölminister
Russland will Produktion im September kürzen
Handelsgespräche zwischen China und USA für Oktober geplant
Iran: Nur bei Aufhebung aller US Sanktionen neue Verhandlungen
Saudi-Arabien kürzt Ölexporte September um 0,7 Mio. B/T
– Trump erwägt offenbar Lockerung der Iran Sanktionen
– OPEC Monatsbericht
– EIA Monatsreport
– IEA kündigt Abwärtskorrektur bei Nachfrageprognose an
– OPEC Förderung im August gestiegen
– Russland hat im August mehr Rohöl gefördert

 

Die letzte Heizperiode war lang, Ihr Heizölvorrat könnte also niedriger sein als Sie erwarten. Das Wetter ist für heute wieder angenehm sommerlich gemeldet auch wenn der Herbst bereits vor der Tür steht. Gehen Sie doch mal in Ihren Keller und prüfen Sie Ihren Heizöl Vorrat. Der nächste Winter kommt bestimmt. Bei Bedarf würden wir uns über Ihre Anfrage freuen.  ->zur Preisanfrage

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