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Trump, Handelsstreit, Ölbestandsdaten und Saudi-Arabien – Ölpreise deutlich weicher

 * Oil-News für Mittwoch den 25. September 2019 *

 

Beim Handelsstreit zwischen USA und China hatte man zuletzt auf eine Annäherung und vielleicht einen Zwischendeal gehofft. Trump kritisierte vor der UN Chinas Handelspolitik erneut scharf. Das Land habe sich bisher an die gemachten Zusagen nicht gehalten und vor allem beim Schutz von geistigem Eigentum bewege sich China zu wenig.

Trump will weiter seinen „großen“ Deal haben. Die Kommentare deuten darauf hin, dass die Wiederaufnahme der Verhandlungen mit Peking im Oktober kein Selbstläufer werden und sich ein Abschluss noch hinziehen könnte. Komplizierter wird die Lage nun auch noch durch die offizielle Untersuchung für eine Amtsenthebung Trumps durch die Demokraten.

Ein Erfolg ist zwar unwahrscheinlich, könnte aber die Chancen auf eine Wiederwahl des US Präsidenten reduzieren. Das Verfahren bindet auf der einen Seite Kräfte der US Regierung, sodass die Verhandlungen mit China stocken könnten, und China selbst könnte die Verhandlungen verzögern, da man eine mögliche Amtsenthebung des Präsidenten oder auch die Wiederwahl Chancen abwarten möchte. Die gegenseitigen Strafzölle der beiden größten Volkswirtschaften könnten also noch länger Bestand haben, sodass dies die Wirtschaft und Ölnachfrage weiter belasten wird.

Dabei fielen die Konjunkturdaten aus der Eurozone und EU zuletzt schon extrem schlecht aus. Die Weltwirtschaft steuert auf eine Rezession zu und nach den jüngsten Abwärtskorrekturen bei den Ölnachfrageprognosen könnten in Zukunft eventuell noch weitere folgen. Unterdessen steigt die Ölförderung in den USA und anderen Ländern weiter an, sodass in 2020 deutlich weniger Öl von der OPEC benötigt wird. Im letzten Monatsreport ging die OPEC davon aus, dass der Ölbedarf aus dem Kartell im kommenden Jahr bei etwa 29,4 Mio. B/T und damit rund 1,2 Mio. B/T unter dem Bedarf von 2019 liegen dürfte.

Saudi-Arabien scheint seine Ölförderung unterdessen wieder schnell steigern zu können, sodass die Zweifel, die am frühen Montag die Märkte noch gestützt hatten, mittlerweile erst einmal wieder passé sind. Gelingt es den Saudis ihre bisherige Förderung binnen kurzer Zeit wieder zu erreichen und zu halten, dann bleibt es dabei, dass es ohne eine erneute Produktionskürzung der OPEC im kommenden Jahr wohl eine starke Überversorgung geben wird. Zuletzt hatte die OPEC im August rund 29,74 Mio. B/T gefördert und damit etwa 340.000 B/T als man im kommenden Jahr benötigen wird.

Die API Zahlen aus der Nacht fielen ebenfalls bearish aus, da bei den Rohölbeständen überraschend hohe Aufbauten gemeldet wurden. Allerdings ist hierbei anzumerken, dass die Ölbestände in Cushing, Oklahoma, stärker als die landesweiten Vorräte zulegten. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass die Vorräte in den anderen Regionen tendenziell gesunken sind, was die bearishe Wirkung zumindest etwas dämpft. Marktteilnehmer warten nun aber auf die offiziellen US Ölbestandsdaten des DOE am Nachmittag um 16:30 Uhr.

 

Preisbestimmende Faktoren:

 

Zweifel an schneller Erholung der saudischen Ölproduktion
Trump kündigt weitere Sanktionen gegen Iran an
Handelsgespräche zwischen China und USA wurden wiederaufgenommen
– Demokraten untersuchen Amtsenthebung Trumps
– US Ölbestandsveränderungen API
– Trump kritisiert China im Handelsstreit
– 75% der saudischen Ölproduktion wiederhergestellt
– Monatsberichte EIA, OPEC, IEA

 

Die letzte Heizperiode war lang, Ihr Heizölvorrat könnte also niedriger sein als Sie erwarten. Das Wetter ist für heute wieder angenehm sommerlich gemeldet auch wenn der Herbst bereits vor der Tür steht. Gehen Sie doch mal in Ihren Keller und prüfen Sie Ihren Heizöl Vorrat. Der nächste Winter kommt bestimmt. Bei Bedarf würden wir uns über Ihre Anfrage freuen.  ->zur Preisanfrage

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