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Drohnenangriffe in Saudi-Arabien und Kältewelle in den USA treiben Rohölpreis über 60 Dollar

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* Markt-News für Montag den 15. Februar 2021 *

 

Marktlage
Die Stimmungslage an den Ölbörsen hat nach einem kurzen Dämpfer in der vergangenen Woche, nun wieder ins Bullishe gedreht. Die Futures an ICE und NYMEX setzen ihren steilen Aufwärtstrend, der Anfang Februar mit den zusätzlichen Produktionskürzungen Saudi-Arabiens startete, zum heutigen Wochenauftakt fort.

Das Königreich rückt heute aber auch aus einem anderen Grund in den Fokus der Marktteilnehmer, denn die Drohnenangriffe der jemenitischen Houthi-Rebellen auf saudische Ziele haben in den letzten Tagen wieder zugenommen. Auch wenn bisher noch keine Ölanlagen getroffen wurden, sorgen die zunehmenden militärischen Spannungen für Unsicherheit an den Ölmärkten. Den Markteilnehmer dürften die dramatischen Ausfälle in der Ölversorgung noch gut im Gedächtnis sein, zu denen es im September 2019 nach einem Angriff auf die Ölanlagen in Abqaiq gekommen war.

Hinzu kommt ein weiterer Unsicherheitsfaktor, denn am Freitag hat die neue Regierung in Washington die Einstufung der Houthi-Rebellen als Terrororganisation zurückgenommen. Analyst Manish Raj von Velandera Energy sieht darin eine Schwächung der Allianz zwischen Saudi-Arabien und den USA. Aus seiner Sicht könnte dies Auswirkungen auf den Ölmarkt haben: „Da die Saudis in der letzten Zeit maßgeblich dazu beigetragen haben den globalen Ölhandel im Gleichgewicht zu halten, besteht nun die Befürchtung, dass sie in Zukunft weniger motiviert sein könnten, dies zu tun.“

Auf jeden Fall wirken sich die militärischen Spannungen im Nahen Osten heute erst einmal bullish aus. Dies meint auch Analyst Kazuhiko Saito von Fujitomi, der in der Nachricht den Grund für den frühen Anstieg an den Ölmärkten sieht. Er macht allerdings noch weitere bullishe Faktoren aus, die die Ölpreise zum Wochenstart stützen: „Die Rallye wurde auch von der wachsenden Hoffnung angetrieben, dass das US-Konjunkturprogramm und eine Lockerung der Corona-Maßnahmen die Wirtschaft ankurbeln und die Nachfrage anheizen wird“, so Saito. Allerdings hält er auch Gewinnmitnahmen für wahrscheinlich, nachdem WTI heute die 60 Dollar geknackt hat.

Auf der Angebotsseite kommt noch ein weiterer Faktor hinzu, der heute die Preise stützt. Die Kältewelle, die Teile der USA im Griff hat, droht, Teile der Ölförderung und des -transportes lahmzulegen. Laut den Experten der ANZ könnten bis zu 500.000 B/T durch Stromausfälle und wetterbedingte Abschaltungen an Ölanlagen betroffen sein.

Analystin Vandana Hari von Vanda Insights schätzt mit all diesen Faktoren die Ausgangslage am Markt aktuell bullish ein und blickt auch bezüglich der Pandemie-Entwicklung optimistisch nach vorne: „Der Kälteeinbruch, die zusätzlichen saudischen Kürzungen und das neue US-Konjunkturpaket helfen alle. Aber der größte und wichtigste Faktor – und einer, den die Zweifler wahrscheinlich nicht wahrhaben wollen – ist, dass die Coronainfektionen auf globaler Ebene rückläufig sind. Und das schon seit mehr als vier Wochen.“ Ob dieser Optimismus bezüglich nach wie vor stockend vorangehender Impfkampagnen in Europa und der Verbreitung der neuen Virusmutationen gerechtfertigt ist, dürfte sich in den nächsten Wochen zeigen. Tatsächlich ist die weltweite Zahl der Neuinfektionen mit 373.297 gestern so niedrig gewesen wie seit Anfang Oktober nicht mehr.

Militärische Spannungen im Nahen Osten, die Kältewelle in Teilen der USA sowie die grundsätzlich optimistische Haltung bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung und der damit einhergehenden Nachfrageerholung wirken heute vor allem bullish auf die fundamentale Einschätzung. Entsprechend setzen die Ölfutures an ICE und NYMEX schon am Morgen ihre Preisrallye fort und der New Yorker Kontrakt handelt erstmals seit dem 5 Januar 2020 wieder über 60 Dollar. Für die Inlandspreise ergeben sich damit heute rein rechnerisch klare Preisaufschläge im Vergleich zum Freitag.

 

Preisbestimmende Faktoren für den heutigen Tag: 

 

Neue Drohnenangriffe in Saudi-Arabien
 Kältewelle in den USA beeinträchtigt Ölversorgung
 OPEC Monatsreport
Saudi-Arabien kürzt Ölförderung ab Februar um 1,0 Mio. B/T
= Nowak: Ölmarkt ist ausgeglichen
– IEA Monatsreport
– EIA-Monatsbericht
– Niedrige Reiseaktivität während chinesischem Neujahr erwartet
– Umfangreiche Reisebeschränkungen wegen Corona-Mutation

 

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