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Heizöl Preisrutsch auf 1,5-Monatstief

* Markt-News für Dienstag den 14. Januar 2020 *

 

Die Wahrscheinlichkeit einer Konfrontation zwischen dem Iran und den USA bleibt im Vergleich zur vergangenen Woche deutlich geringer. Die Spannungen haben abgenommen, auch weil sich die Spirale von Vergeltungsschlägen nicht weiter dreht und der Iran sich nach dem Abschuss einer Passagiermaschine mit innerpolitischen Problemen befassen muss.

Die USA haben allerdings angekündigt nicht locker zu lassen und den Druck auf das Regime in Teheran weiter erhöhen zu wollen. Zwar nicht militärisch, dafür aber mit weiteren Sanktionen. Der US Finanzminister, Steven Mnuchin, gibt an, dass man die iranischen Öleinnahmen wahrscheinlich um mehr als 95% reduzieren konnte. Insbesondere China bezog bisher allerdings weiterhin Rohöl aus dem Iran, weshalb mehrere Schiffe durch die USA sanktioniert wurden.

Man arbeite mit China zusammen, um die Importe von iranischem Öl weiter zu reduzieren. „Alle staatlichen Unternehmen haben den Kauf von Öl eingestellt, und wir arbeiten eng mit [China] zusammen, um sicherzustellen, dass alle weiteren Ölaktivitäten eingestellt werden,“ so Mnuchin. Laut des letzten OPEC Monatsreports hatte der Iran im November rund 2,1 Mio. B/T an Rohöl gefördert. Vor den US Sanktionen hatte der Iran im April 2018 laut OPEC Monatsreport noch rund 3,82 Mio. B/T an Rohöl gefördert.

Die in den letzten 1,5 Wochen entstandene Risikoprämie im Zusammenhang mit den Spannungen im Nahen Osten wurde mittlerweile wieder vollständig ausgepreist. Der Markt ist noch immer gut versorgt. Das zeigt zum Beispiel der IEA-Bericht von letztem Monat. Darin ging man davon aus, dass die Ölproduktion der Nicht-OPEC Länder 2020 um +2,1 Mio. B/T wachsen wird, während die Ölnachfrage lediglich um +1,2 Mio. B/T zunehmen soll. Die zusätzliche Kürzung der OPEC+ Gruppe von 0,5 Mio. B/T ist also nicht ausreichend, um das damit entstehende Überangebot von 0,9 Mio. B/T zu verhindern.

Ohne reale Ausfälle bei der Versorgung können geopolitische Risiken in der aktuellen Marktlage zwar immer wieder für Preisspitzen sorgen, doch diese bleiben zeitlich begrenzt. Updates zu ihren Markteinschätzungen werden EIA, IEA und OPEC mit ihren neuen Monatsreports in dieser Woche liefern. Den Anfang wird heute Abend die EIA machen, wobei der Bericht erst nach FS Redaktionsschluss bekanntgeben und somit erst morgen früh auf unseren Seiten veröffentlicht werden wird.

Saudi-Arabiens Energieminister, Abdulaziz bin Salman, hatte gestern erneut bekräftigt, dass die Preisstabilität und die Reduzierung der globalen Ölbestände die Hauptaufgabe der OPEC+ Gruppe bleibe. Selbst der Irak, der sich bisher nicht an die Vereinbarungen hielt, habe im Dezember die Quote zwar erneut verfehlt, zeigte aber „angemessene“ Fortschritte in der Umsetzung der Vereinbarung. Was die OPEC+ Gruppe im März entscheiden wird, wenn der aktuelle Deal ausläuft, wollte der Minister allerdings nicht kommentieren. Dafür sei es noch zu früh.

Nach der deutlichen Abwärtsbewegung gestern könnte das Abwärtspotenzial nun erst einmal ausgereizt sein. Während die geopolitische Risikoprämie ausgepreist ist, wartet man nun auf die US Ölbestandsdaten und die Unterschrift zum Handelsabkommen zwischen USA und China. Experten gehen davon aus, dass die US Rohölbestände um etwa -0,8 Mio. B/T gesunken sein könnten. Dies stützt die Preise an den Ölbörsen. Aber schon in der letzten Woche zeigten sich bei Rohöl überraschende Bestandsaufbauten. Denn die US Raffinerien beginnen mit Wartungsarbeiten und die hohe Auslastung zur Reduzierung der Rohölbestände für den Jahreswechsel wird nun zurückgeschraubt.

Beim Handelsabkommen zwischen den USA und China wird am Mittwoch die Unterzeichnung erwartet. „Obwohl die Details vage sind und die Märkte im Allgemeinen davon ausgehen, dass China die bislang vom Weißen Haus veröffentlichten Details nicht vollständig einhalten kann, wird der Abschluss des Deals Aufwärtspotenzial generieren,“ so die Einschätzung der Analysten bei Stratas Advisors.

Die Futures starten heute Morgen deutlich unterhalb der Werte von gestern Mittag, bleiben aber knapp oberhalb der Tiefs. Da der Euro/Dollar-Kurs seine Gewinne von gestern halten kann, deuten sich bei den Inlandspreisen heute Morgen deutliche Preisnachlässe für Heizöl und Diesel an.

 

Preisbestimmende Faktoren:

 

Positive Handelsdaten aus China
 Erwartung von Bestandsabbauten in den USA
Unterschrift bei Handelsabkommen erwartet
Iran reichert Uran in unbegrenztem Umfang an
OPEC+ beschließt zusätzliche Produktionskürzung um 0,5 Mio. B/T
– USA droht dem Irak mit Sanktionen für Dollar-Konten.
– USA verzichten auf Militärschlag gegen Iran
– Kuwait und Saudi-Arabien einigen sich auf Restart von Ölfeldern

 

Die Heizperiode für den Winter ist in vollem Gange, Ihr Heizöl Vorrat könnte niedriger sein als Sie erwarten. Das Wetter für die Region Südpfalz ist für heute bedeckt bei 10° Grad Höchstteperatur gemeldet. Gehen Sie doch mal in Ihren Keller und prüfen Sie gleich Ihren Heizöl Vorrat. Bei Bedarf würden wir uns über Ihre Anfrage freuen.

-> Hier geht es zur Preisanfrage

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