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Heizölpreise über Neujahr etwas weicher

* Markt-News für Donnerstag den 02. Januer 2020 *

 

Das Handelsabkommen zwischen USA und China soll am 15. Januar in Washington unterzeichnet werden, so zumindest der neueste Tweet des US Präsidenten. Demnach wird ein ranghoher Vertreter Chinas der Zeremonie beiwohnen, der allerdings nicht namentlich benannt wurde. An einem späteren Datum will Trump dann nach Peking fliegen, um die Verhandlungen für die Phase 2 des Abkommens einzuleiten.

Meldungen wie diese stützen in der Regel die Preisniveaus an den Ölbörsen, doch der Deal selbst ist in den vergangenen Wochen bereits vollumfänglich eingepreist worden. Auch wenn das Abkommen grundlegend bullish für die Ölpreise ist, so reagiert der Markt wohl nur noch auf neue überraschende Meldungen hierzu.

Im Irak hat sich die Situation nach den Ausschreitungen der letzten Tage etwas beruhigt, nachdem sich die Demonstranten und Hizbollah Milizen in Bagdad von der US Botschaft zurückgezogen haben. Allerdings wurden über Neujahr weitere US Truppen in die Region verlegt und die Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben mit den Zwischenfällen wohl zugenommen. Die Gefahr für den Ölmarkt ist allerdings noch zu abstrakt, als dass der Markt bisher nennenswert auf die Ereignisse reagiert, wenngleich diese eine bullishe Wirkung haben. „Öl bleibt durch den Waffenstillstand im Handelsstreit und die Zunahme der politischen Unruhen im Irak unterstützt,“ urteilt Analyst Stephen Innes, von AxiTrader.

Unterdessen wurden die US Ölbestandsveränderungen des API veröffentlicht. Hier wurden deutlich umfangreicher als erwartete Abbauten bei Rohöl registriert. Bei den Destillaten gab es zwar Aufbauten, die die Schätzungen übertreffen, bei Benzin nahmen die Vorräte dafür überraschend ab. Die Zahlen des API sind bullish, wobei der Markt noch auf die offiziellen Zahlen des DOE wartet, die wegen des Jahreswechsels erst morgen Nachmittag um 17 Uhr veröffentlicht werden.
 

in Mio Barrel Rohöl Destillate Benzin Raffinerie Cushing
Erwartung: 31.12. -3,2 +1,8 +2,1
API: 31.12. -7,8 +2,8 -0,8 -1,4

 

Im Inland wurde für Benzin und Diesel die Anforderung für die Treibhausminderungsquote zum 1. Januar von 4% auf 6% angehoben. Von daher ist zum neuen Jahr bei den Inlandspreisen für die Kraftstoffe ein zusätzlicher Aufschlag einzukalkulieren. Unseren Ermittlungen zu Folge dürfte dieser bei Diesel in einer Größenordnung von etwa +4,50 Euro/100l und bei Benzin von ca. +3,50 Euro/100l liegen (31.12.2019 Treibhausgasminderung: Aufschläge für 2020 und Anpassung des RPI).

Der Börsenhandel wird sich nach den Feiertagen für heute und morgen vermutlich weiter relativ ruhig gestalten. Trader werden sich weiter auf das Management ihrer Positionen konzentrieren anstatt neue, größere Risiken einzugehen. Es wird sicherlich noch ein paar Tage dauern, bis sich der Markt wieder normalisiert. Das Handelsinteresse wird daher erst einmal weiter gering eingeschätzt, während die fundamentale Konstellation leicht bullish bleiben dürfte.

In den Morgenstunden bleiben die Futures an den Ölbörsen etwas weicher und geben leicht nach. Zu Montag deuten sich bei den Inlandspreisen daher deutliche Preisnachlässe für Heizöl an. Bei Diesel und Benzin sollten sich allerdings wegen der neuen Quote bei der Treibhausgasminderung erhebliche Preisaufschläge ergeben.

 

Preisbestimmende Faktoren:

 

US Ölbestandsveränderungen API
US Luftangriffe im Irak
IMO 2020 kann Ölpreise stützen
Einigung im Handelsstreit zwischen USA und China
OPEC+ beschließt zusätzliche Produktionskürzung um 0,5 Mio. B/T
= OPEC und EIA Monatsreport neutral
– Kuwait und Saudi-Arabien einigen sich auf Restart von Ölfelder
–  Kondensat wird von Russlands Produktionsmenge ausgenommen

 

Die Heizperiode für den Winter ist in vollem Gange, Ihr Heizöl Vorrat könnte niedriger sein als Sie erwarten. Das Wetter für die Region Südpfalz ist für heute bedeckt bei 3° Grad Höchstteperatur gemeldet. Gehen Sie doch mal in Ihren Keller und prüfen Sie gleich Ihren Heizöl Vorrat. Bei Bedarf würden wir uns über Ihre Anfrage freuen.

-> Hier geht es zur Preisanfrage

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