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Impfstoff-Euphorie und bullishe US-Bestände – Ölpreise steigen weiter

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* Markt-News für Mittwoch den 11. November 2020 *

 

API: Abbauten bei US-Ölbeständen
Gestern Abend gab das American Petroleum Institute seine wöchentlichen Daten zu den Ölbeständen der USA heraus. Diese fielen für die Berichtswoche vom 6. November viel bullisher aus als erwartet. Zum zweiten Mal in Folge sind demnach die Rohölbestände stark gesunken, während die Erwartungen nur bei einem moderaten Rückgang von -0,7 Mio. Barrel gelegen hatten. Das API meldete Abbauten von -5,1 Mio. Barrel.

Stärker als erwartet gesunken sind auch die Vorräte bei Destillaten (-5,6 Mio. Barrel) und Benzin (-3,3 Mio. Barrel). Vor allem Letzteres dürfte die Marktteilnehmer positiv gestimmt haben, ist es doch ein Hinweis auf eine mögliche Nachfrageerholung bei Benzin, die in Zeiten von Corona oft leidet. Gerade im Lichte massiv steigender Fallzahlen auch in den USA sorgt dies für einen Hoffnungsschimmer.

Nach den Bestandsdaten des API warten die Marktteilnehmer nun auf den Wochenbericht des DOE, welcher diese Woche wegen des heutigen Feiertages (Veterans Day) erst am Donnerstag um 17:00 Uhr erscheint. Da er auch Zahlen zur Nachfrage, zum Außenhandel und zur Ölproduktion enthält, ist er oft aussagekräftiger als der Wochenbericht des API- Es bleibt abzuwarten, ob das DOE sich den bullishen Daten des API anschließt.
 

Bestände ± Woche Erwartung
Rohöl -5,1 -0,7
    Cushing -1,2  
Destillate -5,6 -1,7
Benzin -3,3 ±0,0
Raff. Auslastung +0,5

 

Hurrikan-Center: Eta dreht wieder bei
Der ungewöhnliche Verlauf von Sturm Eta setzt sich fort und so haben die Meteorologen ihre Prognosen erneut angepasst. Sah es gestern noch so aus, als würde der Sturm einen größeren Bogen schlagen und weiter westlich auf Land treffen, hat er nun vor der Westküste Kubas wieder stark beigedreht und bewegt sich in nördliche Richtung. Bei der jetzigen Verlaufsprognose dürfte den Offshore-Anlagen im Golf von Mexiko das Schlimmste erspart bleiben.

Es wird erwartet, dass der nach wie vor recht langsam voranziehende Sturm gegen Ende der Woche in Florida auf Land treffen wird. Der gestern prognostizierte Aufschlagspunkt hatte noch deutlich näher an der Küstenregion Louisianas gelegen, wo sich viele Raffinerien und Ölanlagen befinden. Da der Sturm sich aber so unberechenbar bewegt, muss er in den nächsten Tagen weiterhin im Auge behalten werden.

Aktuell wird Eta als Tropensturm eingestuft und soll auch als solcher am Freitag, den 13.11. auf US-Festland treffen. Noch wurden keine Evakuierungen oder Abschaltungen an Ölanlagen veranlasst, sollte Eta aber wieder die Richtung ändern, könnte sich das schnell ändern.

Marktlage
In den letzten Tagen überwog die Euphorie an den Aktienmärkten. Zuerst beflügelte der Wahlausgang in den USA die Marktteilnehmer und dann sorgten die Meldungen zu einem Durchbruch bei der Impfstoffentwicklung für eine Preisrallye. Die Hoffnung, dass es möglicherweise schon bald einen Impfstoff gegen Covid-19 geben könnte, überwiegt die Bedenken über die schwache Nachfrage aufgrund der vielen Lockdowns.

Edward Moya von Oanda warnt aber gleichzeitig vor zu viel Optimismus: „Die Impfstoff-News haben die langfristigen Aussichten für die Rohölnachfrage zwar stark verbessert, aber kurzfristig bleibt die Lage düster. Bis der Impfstoff einer breiten Masse zur Verfügung steht wird es noch Monate dauern und die aktuelle Ausbreitungssituation des Virus legt weitere Lockdowns nahe. Das wird das Thema des Winters sein“.

Auch Vandana Hari von Vanda Insights will sich noch nicht zu früh freuen und meint: „Die schwindelerregende Preisrallye der letzten Tage preist die Hoffnung auf die Zukunft ein, aber nicht die unmittelbaren Gegebenheiten und Realitäten einer sich verschlimmernden Viruswelle diesseits und jenseits des Atlantik“.

Etwas optimistischer sehen die Experten bei Axi in die Zukunft und gehen davon aus, dass nicht nur die positiven Impfstoffnachrichten für den Preisanstieg verantwortlich sind, sondern auch die Hoffnung auf eine Entscheidung der OPEC+. Die Händler seinen überzeugt davon, dass „die OPEC das undichte Dach des Ölmarktes reparieren wird, während es weiterhin Covid regnet“, so die Analysten.

Es wird erwartet, dass die OPEC+ bei ihrer nächsten Versammlung am 30.November/1. Dezember eine Entscheidung über die Fortführung der Förderkürzungen trifft. Zuletzt hatte alles nach einer erneuten Verstärkung der Produktionskürzungen ausgesehen, obwohl man eigentlich eine Quotenlockerung für Januar geplant hatte. Inwiefern der Preisanstieg infolge der Impfstoffnachrichten die Entscheidungsfindung des Bündnisses beeinflusst, bleibt abzuwarten.

Die Marktteilnehmer warten in dieser Woche nun noch auf die Monatsberichte der OPEC und der IEA, die heute und morgen erscheinen. Am Donnerstag gibt außerdem das DOE seinen wöchentlichen Bestandsbericht heraus (wegen eines US-Feiertages einen Tag später als üblich), der ebenfalls mit Interesse erwartet wird.

Die fundamentale Lage bleibt mit den US-Ölbestandsveränderungen des API und der noch immer vorherrschenden Euphorie weiter tendenziell bullish. Mit jeder Aufwärtsbewegung wird aber mehr von dieser Wirkung eingepreist, sodass dann auch wieder die Nachfragesorgen bezüglich der Corona-Pandemie die Oberhand gewinnen können. Die Ölfutures an ICE und NYMEX halten sich bisher auf hohem Niveau im Bereich der Vortageshochs, sodass sich bei den Inlandspreisen damit heute auch rechnerische Aufwärtspotenziale abzeichnen.

 

 

Preisbestimmende Faktoren für den heutigen Tag: 

 

 API: Abbauten bei US-Ölbeständen
Saudischer Energieminister deutet Verschärfung der OPEC+ Kürzungen an
Impfstoffhoffnung beflügelt Finanzmärkte
+ Möglicher Wahlsieg Bidens stützt die Märkte
= EIA Monatsreport neutral
= Hurrikan-Center: Eta dreht wieder bei
– Libyens Ölproduktion übersteigt Marke von 1 Mio. B/T
– Rekordanstiege bei Corona-Fallzahlen
– Analysten: OPEC-Produktion im Oktober gestiegen
– Steigerung der Produktion am Johan Sverdrup Ölfeld
– Neue Lockdowns zur Eindämmung von Covid-19 Pandemie

 

Die Heizperiode hat bereits begonnen. Ihr Heizöl Vorrat könnte niedriger sein als Sie erwarten. Gehen Sie doch mal in Ihren Keller und prüfen Sie Ihren Heizöl Vorrat. Bei Bedarf würden wir uns über Ihre Anfrage freuen.

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Unser Tipp für Ihre Heizölbestellung

 

Unser Tipp für Ihre Heizölbestellung: Bestellen Sie am besten noch bis September, da wir Im Herbst einen weiteren Auftragsansturm erwarten: Ab 1. Januar 2021 wird es auch für Heizöl einen CO2-Aufschlag geben, der ca. sechs bis acht Euro pro 100 Liter ausmachen soll. Diesen Aufschlag können Sie sich sparen, wenn das Heizöl noch bis 31.12.2020 getankt wird. Damit dies funktioniert, sollten Sie frühzeitig bestellen.

 

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