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OPEC+ Deal steht – Preissteigerungen beim Heizöl zum Wochenstart

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* Markt-News für Montag den 08. Juni 2020 *

 

OPEC+ Deal um einen Monat verlängert
Wie schon vorab erwartet, haben sich die Länder der OPEC+ Gemeinschaft auf eine Verlängerung der bestehenden Produktionskürzungen um einen Monat geeinigt, bevor man mit der schrittweisen Rückführung der Quote von 9,7 auf 7,7 Mio. B/T beginnt. Allerdings hat sich Mexiko aus dem Pakt verabschiedet, sodass die Quote nun bei 9,6 Mio. B/T liegt.

Der Deal sieht zudem vor, dass Länder, wie Irak, Nigeria, Angola und Kasachstan, die sich im Mai nicht an die Quote gehalten hatten, dies nachholen müssen. Was man im Mai und Juni zu viel produziert hatte, wird man im Zeitraum von Juli bis September vom Markt nehmen müssen.

Saudi-Arabien, Kuwait und die Vereinten Arabischen Emirate (VAE) hatten über die vereinbarte Menge für Juni weitere freiwillige Kürzungen im Umfang von 1,18 Mio. B/T angekündigt. Wie man damit verfahren wird, ist bisher noch nicht bekannt. Es ist allerdings wahrscheinlich, dass man diese Menge wohl weiter vom Mark nimmt. Saudi-Arabien hatte die freiwillige Kürzung bei den Verhandlungen vorab als Druckmittel genutzt, um die Einhaltung und Nacherfüllung der Quoten durch die Abweichler zu fordern.

Marktlage
Die US Ölproduktion ist durch den Tropensturm Cristobal nur kurzzeitig gestört. Ausfälle sollten im Nachgang wieder aufgeholt werden können und Schäden an den Anlagen sowie an den Raffinerien dürften ausbleiben. Der von dem Sturm ausgehende bullishe Effekt löst sich für uns daher bereits auf.

Der OPEC+ Deal, die Förderkürzung um einen Monat zu verlängern, kommt nicht überraschend. Der Deal wurde im Grunde so erwartet und mit den Preissteigerungen der letzten Woche auch eingepreist. Vielmehr ist die Verabschiedung Mexikos aus dem Deal eine Meldung, mit der die Produktionskürzung um 0,1 Mio. B/T geringer ausfallen wird als zuvor. Hinzu kommt die Produktionssteigerung in Libyen, wo die Förderung mit dem Restart am Sharara-Ölfeld um 0,3 Mio. B/T steigen kann.

Letztlich ist die mögliche Mehrproduktion verglichen mit dem Umfang der Kürzungen allerdings vernachlässigbar, wobei gerade die Produktionssteigerung Libyens nicht unbedingt als dauerhaft angesehen werden kann. „Der Markt hat die einmonatige Verlängerung größtenteils eingepreist“, so Analyst Bjørnar Tonhaugen von  Rystad Energy, der daher vom aktuellen Niveau ausgehend nur noch geringes Aufwärtspotenzial für die Ölpreise sieht, sollte die OPEC+ Gruppe nicht „keine zusätzlichen Karten im Ärmel haben“. Dennoch sei zu „erwarten, dass die Preise ab Montag fest bleiben und das Level von über 40 Dollar halten“, so sein abschließendes Fazit.

Im Zuge der Verlängerung der Produktionskürzungen hatte auch die Saudi Aramco ihre Referenzpreise deutlich angehoben. Für Asien wurde der Preis für Arab Light sogar um 6,10 Dollar auf einen Schlag so stark wie noch nie in 20 Jahren angehoben. Statt eines Abschlags von -5,90 Dollar zur Referenzsorte Oman/Dubai ist für Lieferungen im Juli nun eine Aufschlag von +0,20 Dollar pro Barrel fällig. Kritik an der Maßnahme kommt von Raffinerien aus Europa und Asien, die angeben, dass dies ihre Marge massiv sinken lasse.

Die hohen Preise machen aber auch Gewinnmitnahmen aus spekulativen Long-Positionen attraktiv. In der vergangenen Woche, insbesondere auch am Freitag, hatten Trader auf einen Deal und eine damit verbundene Preissteigerung gesetzt. Die hohen Preisniveaus machen die Ölförderung in den US Schieferölgebieten wieder attraktiv, sodass mit Produktionssteigerungen zu rechnen ist. Der Markt befindet sich daher in einem Spannungsfeld aus weiter bullishen Meldungen und potenziellen Gewinnmitnahmen, sollte der Aufwärtstrend keine neuen Hochs generieren.

Es gibt zwar auch bearishe Meldungen aus Libyen, doch unterm Strich dürfte noch immer die bullishe Wirkung der Verlängerung des OPEC+ Deals überwiegen, sodass wir fundamental bei unserem neutral bis bullishen Standpunkt bleiben. Mit den Preissteigerungen am späten Freitag und in den frühen Handelsstunden heute Morgen, zeichnen sich bei den Inlandspreisen erneut kräftige Preissteigerungen zu Freitag ab.

 

 

Preisbestimmende Faktoren für den heutigen Tag: 

 

 OPEC+ Treffen möglicherweise am Samstag
 Saudi-Arabien verschiebt Preisankündigungen für Juli
Birol: Ölmarkt erholt sich allmählich
 Insider: OPEC+ Preisziel liegt zwischen 40 und 50 Dollar
 Tropensturm Cristobal: Erste Evakuierungen im Golf von Mexiko
 Russland erreicht vereinbarte Produktionsziele fast
Indiens Ölverbrauch bald wieder auf Normalniveau
US-Fahrsaison beginnt
Chinas Ölverbrauch fast wieder normal
Saudis, Kuwait und VAE mit weiteren freiwilligen Kürzungen ab Juni
OPEC+ Kürzungen zum 1. Mai in Kraft getreten
= OPEC+: Einigung auf 1-monatige Verlängerung an Bedingungen geknüpft
= US-Ölbestandsveränderungen DOE
– China stoppt Kauf von US-Agrarprodukten
–  Chinas Volkskongress billigt Sicherheitsgesetz für Honkong
– Saudisches Öl erreicht USA
– Einzelne US-Ölproduzenten fahren Ölproduktion wieder hoch
– Russland verbietet Ölimporte

 

Die Heizperiode ist zu Ende uns der Sommer rück immer näher. Ihr Heizöl Vorrat könnte niedriger sein als Sie erwarten. Das Wetter für die Region Südpfalz ist für heute meist bewölkt bei 22° Grad Höchsttemperatur gemeldet. Gehen Sie doch mal in Ihren Keller und prüfen Sie gleich Ihren Heizöl Vorrat. Bei Bedarf würden wir uns über Ihre Anfrage freuen.

-> Hier geht es zur Preisanfrage

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