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Positive Meldungen zum Handelsstreit – Preise geringfügig fester zu Vortag

* Markt-News für Dienstag den 26.November 2019 *

 

Im Top-Thema, dem Handelsstreit zwischen USA und China, scheint sich in den letzten Wochen kaum etwas zu bewegen. Immer wieder wird von positiven Entwicklungen gesprochen, während es aber weiter an Konkretem fehlt, das die Fortschritte belegen würde.

In der Nacht haben mehrere chinesische Nachrichtenagenturen berichtet, dass sich beide Seiten während eines Telefongesprächs „auf die ordnungsgemäße Lösung relevanter Probleme“ einigten und in diesen Belangen in Kontakt bleiben werden. Dennoch haben sich Washington und Peking noch immer nicht auf das Vorgehen und den Umfang der Rückführung der Zölle auf chinesische Güter geeinigt.

Damit bleibt die Entwicklung und das mögliche Ergebnis der Verhandlungen weiter sehr vage. Dennoch stützt dies die Märkte, die in den letzten Wochen und Monaten sehr sensibel auf Kommentare zu diesem Thema reagierten. Kein Wunder, geht man doch davon aus, dass eine Lösung des Streits das globale Wirtschaftswachstum deutlich positiv beeinflussen und damit auch das Ölnachfragewachstum ankurbeln würde. „Während eine Phase 1 Vereinbarung noch nicht unterzeichnet wurde und die Bedingungen noch unklar sind, ist der Weg zur Deeskalation und Annullierung von Tariferhöhungen für die Märkte dennoch positiv,“ urteilen die Analysten von JP Morgan.

Doch Michael McCarthy, von CMC Markets, sieht das Aufwärtspotenzial durch solche unspezifischen Wasserstandsmeldungen allmählich als ausgereizt an. „Je länger wir ohne ein formelles Abkommen zwischen den USA und China weitermachen, desto eher wird sich die Stimmung verschlechtern. Wir nähern uns einer Obergrenze für Brent und WTI, was darauf hindeutet, dass Aufwärtsbewegungen begrenzt sind,“ so seine Einschätzung.

Unterdessen sieht man bei JP Morgan die Möglichkeit weiterer Preissteigerungen in 2020. Die Sorgen bezüglich der Zölle nehmen etwas ab. Die makroökonomischen Rahmenbedingungen würden sich daher in Richtung einer Aufwärtsbewegung in 2020 verbessern. „Die jüngsten Entwicklungen haben einige Befürchtungen einer weiteren Eskalation des Handelskrieges zwischen den USA und China abgewendet, die zu einer starken Verlangsamung der Weltwirtschaft hätten führen können,“ so das Statement. Aber auch vom OPEC+ Deal in der kommenden Woche könnte ein bullisher Impuls ausgehen, da man mit einer Verlängerung des Deals bis Ende Dezember 2020 rechnet, wobei eine stärkere Einhaltung der Quoten das Ölangebot faktisch wohl drosseln würden.

Auch bei Goldman Sachs ist man vorsichtig optimistisch, dass es der OPEC gelingen wird die Preise im nächsten Jahr zu stabilisieren. Denn nicht nur die Nachfrage sei enttäuschend, auch das Angebot sei schwach, weshalb es für die OPEC aktuell wenig Grund gebe die Förderquoten noch einmal drastisch zu senken, so die Einschätzung von Goldman Sachs Analyst Jeffrey Currie.

Bei Price Futures verweist man zusätzlich noch auf den möglicherweise stützenden Einfluss der neuen IMO Regeln ab Januar. Die Schifffahrt wird dann auf einen Treibstoff mit geringerem Schwefelgehalt zurückgreifen müssen. Hier sieht Analyst Phil Flynn knappe Bestände und die Notwenigkeit, dass „die Raffinerien die Produktion hochfahren müssen“, um den zusätzlichen Bedarf zu decken.

Heute Morgen herrscht allerdings erst einmal die Zurückhaltung vor. Noch immer wartet man auf Informationen zu den Verhandlungen in China und natürlich auch auf die wöchentlichen Ölbestandsdaten, bei denen erste Schätzungen von einem Rückgang um -0,9 Mio. Barrel bei Rohöl ausgehen. Zudem ist es mit dem Thanksgiving Day am Donnerstag und dem Black Friday für viele eine kurze Handelswoche, weshalb man sich vor großen Positionen scheuen wird.

Die fundamentale Konstellation schätzen wir heute Morgen somit weiter neutral ein. Vermutlich braucht es weitere positive Meldungen zum Handelsstreit, damit weitere Aufwärtsbewegungen gerechtfertigt werden. Nach dem späten Preisanstieg von gestern, der heute Morgen zunächst noch verteidigt werden kann, deuten sich bei den rechnerischen Inlandspreisen leichte Aufwärtspotenziale an.

 

Preisbestimmende Faktoren:

 

+ China und USA sollen sich auf Lösung ihrer Probleme geeinigt haben

China lädt US-Unterhändler zu Gesprächen nach Peking ein
OPEC+ will Kürzung bis Mitte 2020 verlängern
Streik im Schienenverkehr in Kanada
Zusätzliche Nachfrage von neuen Raffinerien in China
Proteste im Irak und Iran
= EIA und OPEC Monatsreport
= Brexit hängt weiter in der Luft
– Analysten: Ölförderung im Golf von Mexiko in 2020 mit Rekordhoch erwartet
– Russlands Ölproduktion laut Putin gestiegen
– US Schieferölproduktion nach oben korrigiert
– IEA Monatsreport korrigiert Ölangebot der Nicht-OPEC Länder nach oben

 

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