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Preissteigerungen setzt sich fort – Lieferausfälle aus Libyen

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* Markt-News für Dienstag den 09. Februar 2021 *

 

Libyen: Streiks gefährden erneut die Ölförderung
Seit einigen Wochen gibt es immer wieder Probleme an den libyschen Ölexporthäfen im Osten des Landes. Die Sicherheitskräfte (Petroleum Facility Guards), deren Einheit eigentlich dafür gegründet wurde, die Ölverladungen an den Häfen zu gewährleisten, streiken wegen ausbleibender Lohnzahlungen und haben immer wieder mit neuen Blockaden gedroht.

Nun haben sie ihre Drohungen offenbar wahr gemacht und am Verladeterminal Hariga die Beladung des Tankers Front Cruiser verhindert. Dieser musste offenbar ohne Ladung aufgenommen zu haben wieder ablegen. Ein weiterer Öltanker hat angeblich seinen Kurs geändert und statt Hariga den Hafen Es Sider angesteuert, an dem es bisher noch zu keinen ernst zu nehmenden Blockaden gekommen ist.

Die Petroleum Facility Guards hatten der Regierung eine Frist bis zum 7. Februar gesetzt, die ausstehenden Löhne zu bezahlen und haben nun nach Ablauf der Frist den Druck erhöht. Erst am Freitag wurde nach Jahren des Bürgerkriegs eine neue Übergangsregierung in Libyen gewählt. Diese steht nun vor der enormen Herausforderung die Stabilität im Land wieder herzustellen und damit auch die Ölindustrie weiter zu stärken.

Sollte es nicht gelingen, die Spannungen an den Häfen beizulegen, könnte es schnell wieder zu einer vergleichbaren Situation kommen wie im letzten Jahr, als General Chalifa Haftar mit seinen Truppen der Libyan National Army (LNA) die Ölanlagen im Osten des Landes komplett sperren ließ. Die Ölförderung des Landes sank damit im Sommer 2020 auf unter 100.000 B/T. Von diesen monatelangen Blockaden erholt sich Libyen immer noch, da die Infrastruktur sehr unter dem Stillstand gelitten hat. Zuletzt war die Produktion aber wieder auf mindestens 1,25 Mio. B/T angestiegen. Wenn die Lage jedoch weiter eskaliert, dürfte sich das recht schnell ändern.

Marktlage
Sowohl Brent als auch WTI setzen ihren steilen Aufwärtstrend, der Anfang Februar begonnen hat, fort und markieren ein Langzeithoch nach dem anderen. Die Corona-Talsohle scheint endgültig durchschritten und die beiden Rohölkontrakte notieren so hoch wie seit Januar 2020 nicht mehr.

Die zusätzlichen Förderkürzungen Saudi-Arabiens sind der Hauptgrund dafür, dass sich die stabile Gewinnsträhne nun schon seit über einer Woche hinzieht, hat sich der größte OPEC-Produzent doch dazu verpflichtet, zusätzlich zu den offiziellen Kürzungen weitere 1 Mio. B/T vom Markt zu nehmen – zumindest im Februar und im März. Die Marktteilnehmer scheinen überzeugt, dass diese Maßnahme die kurzfristigen Corona bedingten Unsicherheiten ausgleichen kann.

Mittel- und langfristig verlässt man sich am Markt darauf, dass die weltweiten Impfkampagnen über kurz oder lang Wirkung zeigen werden und dass die Wirtschaft mit umfangreichen staatlichen Hilfspaketen weiter angekurbelt werden kann. „Fortschritte bei den US-Konjunkturprogrammen und Optimismus in Bezug auf die Einführung und Wirkung von Impfstoffen im weiteren Jahresverlauf sowie ein etwas schwächerer US-Dollar helfen der Aussicht auf eine Erholung“, fasst Stephen Innes von Axi zusammen.

Er warnt jedoch auch davor, dass sich sowohl Brent als auch WTI charttechnisch im überkauften Bereich befinden. Dennoch bleibt er optimistisch: „Während ich auf dem aktuellen Niveau etwas zur Vorsicht neige, sind die mittel- und längerfristigen Aussichten für die Nachfrage gesund. Man kann verstehen, warum die Marktteilnehmer bereit sind, über einige kurzfristige Unsicherheiten hinwegzusehen.“

In dieser Woche erwarten die Marktteilnehmer neben den wöchentlichen US-Ölbestandsveränderungen auch die Monatsberichte von EIA, IEA und OPEC. Ersterer macht heute Abend den Anfang, IEA und OPEC folgen am Donnerstag. Neben den Prognosen für die Nachfrageerholung tritt auch wieder vermehrt die Angebotsseite in den Fokus. Die IEA hatte in ihrem letzten Bericht eine Angebotsknappheit in der zweiten Jahreshälfte vorhergesagt, die die Ölpreise langfristig stützt. Sinkende Lagerbestände weltweit sowie die strikten OPEC+ Förderkürzungen, die offenbar in den letzten Monaten auch relativ gut eingehalten wurden, tun ihr Übriges und wirken bullish. Sollte es nun möglicherweise auch wieder zu Produktionsausfällen in Libyen kommen, würde das die Ölbörsen noch stärker in die Höhe treiben.

Aus fundamentaler Sicht überwiegen damit weiterhin die bullishen Faktoren, auch wenn Corona bedingte Unsicherheiten bezüglich der Nachfrageerholung nach wie vor bestehen bleiben. In den letzten Wochen fanden diese aber wenig Anklang bei den Börsianern. Die Ölfutures an ICE und NYMEX starten mit neuen Langzeithochs in den Tag. Allerdings zieht auch der EUR/USD heute Morgen wieder etwas an, was dem Aufwärtspotenzial bei den Inlandspreisen etwas entgegenwirkt. Dennoch zeichnen sich für heute Vormittag rein rechnerisch deutliche Preisaufschläge zu gestern ab.

 

Preisbestimmende Faktoren für den heutigen Tag: 

 

Libyen: Streiks gefährden erneut die Ölförderung
Rekordzahl an Öltankern auf dem Weg nach China
Rheinhochwasser: Schifffahrt am Niederrhein bleibt gesperrt
Anzahl der Covid-19-Neuinfektionen in China gesunken
Saudi Aramco: Verkaufspreise für März-Lieferungen nach Asien unverändert
JMMC: Bestände im Dezember erneut gesunken
Russland will Rohölexporte senken
Saudi-Arabien kürzt Ölförderung ab Februar um 1,0 Mio. B/T
– Vitol: chinesische Nachfrage alleine nicht ausreichend
– Niedrige Reiseaktivität während chinesischem Neujahr erwartet
– Libysche Ölproduktion wieder bei 1,25 Mio. B/T
– Umfangreiche Reisebeschränkungen wegen Corona-Mutation

 

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