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Steigende Infektionszahlen in den USA

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* Markt-News für Mittwoch den 24. Juni 2020 *

 

Corona: Zweite Welle in den USA?
Anthony Fauci, Infektionsexperte und Berater der US Regierung, sprach vor dem US-Kongress gestern Abend von einem „verstörenden Anstieg“ bei der Zahl der Neuinfektionen. Dabei bezog er sich auf die Entwicklung der letzten Tage, nachdem die Lockdowns in weiten Teilen der USA gelockert wurden.

Kalifornien hatte den vierten Tag in Folge den höchsten Anstieg bei der Zahl der täglichen Neuinfektionen gemeldet und in Florida stiegen die Neuinfektionen um über 10% an. Auch für die gesamte USA geht der Trend in die „falsche“ Richtung. Dienstag kletterte die Zahl der Neuinfektionen um +14,3% im Vergleich zu Vortag und lag mit 36.015 neu Infizierten nicht mehr weit vom bisherigen Rekordwert bei 39.072 am 24. April entfernt. Im Wochenvergleich stiegen die Neuinfektionen um 25% zur Vorwoche an.

Auch wenn US-Präsident Trump einen neuerlichen Lockdown bei einer zweiten Welle ausgeschlossen hatte, so könnte dies in regional eingegrenzter und abgeschwächter Form doch noch kommen, sollten die Zahlen weiter steigen und sich mit den bisherigen Maßnahmen nicht kontrollieren lassen. In Harris County in Texas, dem drittbevölkerungsreichten County der USA, in dem auch Houston liegt, werden die Intensivbetten mit Beatmungsgeräten innerhalb der nächsten 11 Tagen ausgehen, basierend auf der Entwicklung der letzten zwei Wochen.

Marktlage
Nachdem die OPEC+ Länder einen Modus gefunden haben, bei dem die bisherigen Abweichler ihre Überproduktionen in den kommenden Monaten kompensieren werden, ist klar, dass die Einhaltungsquote der Gruppe eher besser als schlechter wird.

Entsprechend hatte auch gestern schon die Analystin Regina Mayor, von der KPMG, dies als einen der Hauptfaktoren für die bullishe Preisentwicklung der letzten Tage genannt. Daneben sieht sie den stärker als erwarteten Produktionsrückgang in der Schieferölindustrie sowie den schneller als erwarteten Nachfrageanstieg als zusätzliche Impulsgeber (23.06.2020 Gewinnmitnahmen halten sich in Grenzen). Auf Nachfrageseite machen aber die zunehmende Zahl der Neuinfektionen in den USA Sorgen. Hier deutet sich bereits eine zweite Welle an und der Rekordwert von 39.072 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden könnte bald geknackt werden.

Sollten sich wieder Lockdowns andeuten, werden Trader zu Gewinnmitnahmen tendieren, denn in den meisten Prognosen gehen Experten davon aus, dass eine starke zweite Welle vermieden werden kann. Hinweise auf die Entwicklung der Ölnachfrage wird heute wohl das DOE bei seinem wöchentlichen Bestandsbericht liefern. Im Fokus ist hier vor allem die Benzin- bzw. Treibstoffnachfrage.

Der Anstieg der US-Virusfälle „hat bisher zu keiner größeren Wende bei der Wiedereröffnung der [Wirtschaft] geführt, aber die Sorgen in dieser Hinsicht dürften weitere Kursanstiege bei Rohöl begrenzen“, so die Einschätzung von Analystin Vandana Hari, von Vanda Insights. Auch bei der KPMG hält man die hohen Preisniveaus für überzogen. „40 Dollar ist optimistischer als es der Realität entspricht und wird einen schnelleren Anstieg der US Schieferölproduktion begünstigen.“

Die aktuellen Preisniveaus sind zwar noch nicht hoch genug, damit Investitionen in neue Förderanlagen getätigt werden, allerdings dürften die Produktionseinschränkungen, die die Unternehmen im April umsetzten, nun wieder rückgängig gemacht werden. Begünstigt wird dies auch durch die freiwerdenden Lagerkapazitäten in Cushing, Oklahoma, wo sich die Lage doch erheblich entspannt hat.

China, der größte Rohölimporteur soll im dritten Quartal weniger Rohöl importieren, nachdem das Land die niedrigen Preise des zweiten Quartals für Rekordimporte nutzte, so die Erwartungen. Höhere Ölpreise schwächen die Nachfrage, während die Raffinerien eine zweite Welle des Virus fürchten.

Unterm Strich scheint es so, als hätten die Preise Schwierigkeiten ihre bisherigen Hochs weiter auszubauen, so lange es keine zusätzlich bullishen Meldungen gibt. Die zuletzt stützenden Faktoren dürften weitestgehend eingepreist sein, während die Angst vor einer Zweiten Infektionswelle sowie die vermutlich wieder zulegende US-Ölproduktion uns zu einer fundamental leicht bearishen Einschätzung bewegt. Die Futures bleiben in den Morgenstunden allerdings noch in enger Spanne oberhalb der Vortagestiefs, womit sich bei den rechnerischen Inlandspreisen aber dennoch deutliche Abwärtspotenziale andeuten.

Fundamental neutral bis bearish
Zahl der Neuinfektionen nimmt in den USA zu. China: weniger Rohölimporte im dritten Quartal erwartet. US-Ölbestandsveränderungen API leicht bearish. OPEC+ Abweichler legen Pläne für Zusatzkürzungen vor. WHO warnt vor zweiter Infektionswelle – steigende Neuinfektionen. JMMC: Quoteneinhaltung OPEC+ Kürzungen bei 87%. OPEC korrigiert Produktionswachstum der Nicht-OPEC Länder nach oben. US-Schieferölproduktion weiter gesunken. EIA Monatsreport Preisprognose Q3 unter aktuellen Niveaus. Verlängerung des OPEC+ Deal bis Ende Juli beschlossen.

Notierungen im frühen Handel unverändert
Die Futures bleiben in den Morgenstunden oberhalb der Vortagestiefs und zeigen noch keine klare Richtungsdynamik. Das Handelsinteresse an der NYMEX liegt für diese Tageszeit auf Durchschnittsniveau. Die Trader warten nun auf die Eröffnung der europäischen Finanz- und Devisenmärkte sowie auf die anstehenden Konjunkturdaten und den Bericht der US-Ölbestandsveränderungen des DOE um 16:30 Uhr.

 

Preisbestimmende Faktoren für den heutigen Tag: 

 

 OPEC+ Abweichler legen Pläne für Zusatzkürzungen vor
JMMC: Quoteneinhaltung OPEC+ Kürzungen bei 87%
US-Schieferölproduktion weiter gesunken
= EIA Monatsreport Preisprognose Q3 unter aktuellen Niveaus
– Zahl der Neuinfektionen nimmt in den USA zu
–  China: weniger Rohölimporte im dritten Quartal erwartet
–  US-Ölbestandsveränderungen API leicht bearish
– WHO warnt vor zweiter Infektionswelle – steigende Neuinfektionen
– OPEC korrigiert Produktionswachstum der Nicht-OPEC Länder nach oben

 

Die Heizperiode ist zu Ende uns die Sommermonate rücken rasch näher. Ihr Heizöl Vorrat könnte niedriger sein als Sie erwarten. Das Wetter für die Region Südpfalz ist für heute sonnig bei 28° Grad Höchsttemperatur gemeldet. Gehen Sie doch mal in Ihren Keller und prüfen Sie Ihren Heizöl Vorrat. Bei Bedarf würden wir uns über Ihre Anfrage freuen.

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